Wurde bei einem Patienten ein erhöhter Cholesterinspiegel bei einem Bluttest festgestellt, ist noch kein Grund zur Panik gegeben. Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann unterschiedliche Gründe haben und man darf nicht vergessen, dass der Körper selbst Cholesterin für Hormonbildung, Verdauung produziert und der Mensch zusätzlich Cholesterin über die Nahrungsmittel zu sich nimmt. Normal herrscht ein Gleichgewicht, liegt allerdings eine Störung dieses Gleichgewichtes vor und der Cholesterinspiegel ist erhöht. Bei einem erhöhten Cholesterin-Wert sollte man auf jeden Fall bei seiner Ernährung aufpassen und seinen Lebensstil verändern.
Über die Nahrung kann der Mensch die Zufuhr von Nährstoffen, Ballaststoffen und Mineralien eigenständig regulieren und hat einen großen Einfluss ohne direkt auf Medikamente angewiesen zu sein. Patienten mit einem erhöhten Cholesterin-Wert wird geraten mehr Ballaststoffe zu essen. Der Begriff Ballaststoffe ist eher irreführend, da die Rohfasern von Pflanzen weder überschüssig noch für den Körper unverzichtbar sind. Zellulose, Hemizellulose und Pektin sind lange, geschmackslose Zuckerketten, die wichtig für die Verdauung sind. Weiterhin regen Ballaststoffe den Darm und die Verdauung an und beugen Krankheiten vor.
Ballaststoffreiche Kost sollte immer aus verschiedenen Nahrungsmitteln bestehen. Besonders geeignet sind
- Äpfel
- Birnen
- Kartoffeln
- Brokkoli
- Trockenobst
- Vollkornbrot
- Vollkornnudeln
Bei der Aufnahme von Ballaststoffen sollte neben der Vielfalt der Nahrungsmittel auch auf die Mischung aus wasserlöslichen Ballaststoffen und unlösliche Zellulose aus Kleie und Schrot geachtet werden. Beides ist wichtig für die Regulierung des Cholesterin-Haushaltes.
Ärzte raten Patienten mit erhöhtem Cholesterin Wert auf Lebensmittel wie Schweine- und Rindfleisch, Wurst und Vollmilchprodukte zu verzichten oder nur sehr wenig davon zu such zu nehmen, da diese viele gesättigte Fettsäuren enthalten. Gesättigte Fettsäuren sollten gemieden werden, da diese das LDL-Cholesterin ansteigen lässt.
Alternativ sollte der Patient mageren Fisch, Truthahn oder Hähnchen essen, da diese weniger gesättigte Fettsäuren enthalten. Weiterhin sind Pflanzenöle, die viele einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten und auch gehärtete Fette, empfehlenswert. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben eine heilende Wirkung, die den LDL-Gehalt senkt.
Bei erhöhten Triglycerinwerten sollte der Patient auf Alkohol komplett verzichten und viele Ballaststoffe zu sich nehmen.
Senkung des LDL-Wertes durch Bewegung
Neben der Umstellung der Ernährung sollte sich der Patient auch viel bewegen, denn durch Bewegung wird ebenfalls der LDL-Wert gesenkt. Hierzu eignen sich Ausdauer-Sportarten, Walken, schnelles Spazieren, Radfahren und Schwimmen. Oftmals reicht ausreichend viel Bewegung schon aus, um das LDL-Cholesterin zu senken.
Medikamentöse Therapie
Sollten die Umstellung der Ernährung und die Bewegung keine Erfolge erzielen, muss auf eine medikamentöse Therapie zurückgegriffen werden. Diese wird durch den behandelnden Arzt individuell auf den Patienten festgelegt.
Tipps bei erhöhtem Cholesterin
Mit der Umstellung der Ernährung und viel Bewegung, kann man schon nachhaltige Erfolge erzielen, ohne auf Medikamente angewiesen zu sein. Auch wenn Medikamente eine helfende Wirkung haben, haben sie auch immer einen schädigenden Anteil. Daher sollte man immer erst die Alternativen, die ohne Medikamente möglich sind, ergreifen. Ist der LDL-Spiegel zu hoch, sollte der Patient auf Fette aus Fleisch und Wurst verzichten und auch beim Braten Pflanzenöle verwenden. Nahrungsmittel wie Salami, Würstchen und Leberwurst beinhalten viel verstecktes Fett, daher sollte man daher zu magerem Schinken, Geflügelaufschnitt oder Roastbeef greifen. Möchte man nicht auf Leckereien wie Pizza verzichten, raten Ärzte die Pizza selbst zu backen und Tiefkühlpizza zu meiden. Weiterhin sorgen die versteckten Transfette aus Tiefkühlpizza, Chips oder Nuss-Nougat-Creme ebenfalls für den Anstieg des LDL-Spiegels im Blut. Ein weiterer Tipp ist, auf Frittieren und Panieren zu verzichten und eher auf das Grillen oder Dünsten umzusteigen, da dieses gesünder und fettärmer ist. Wird mehrfach am Tag Obst oder Gemüse als Rohkost zu sich genommen, wird der Körper mit Vitaminen und Ballaststoffen versorgt. Zu guter Letzt raten die Ärzte zweimal die Woche Meeresfisch aus kalten Gewässern zu essen, da diese mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren enthalten.