Kopfkissen ist nicht gleich Kopfkissen

Kopfkissen sind in jedem Haushalt zu finden, jeder nutzt es mindestens einmal am Tag beim Schlafen. ist für den Menschen lebensnotwendig, da sich der Körper während des Schlafens natürlich erholt und neue Energien sammelt. Aber nicht nur der Körper entspannt und erholt sich, denn auch die Seele und der Geist kommen zur Ruhe und der Mensch verarbeitet im die vergangenen Geschehnisse des Tages.

Umfragen haben ergeben, dass viele Menschen an Einschlafproblemen und Schlafstörungen oder aber Kopfschmerzen und Verspannungen leiden. Dieses kann unterschiedliche Gründe haben, wie zum Beispiel Stress, Druck, Berufliches, private Probleme bis hin zu körperlichen und auch psychischen Beschwerden. Soweit muss es aber nicht bei jedem Menschen gehen, denn ein einfacher Blick ins Bett des Betroffenen kann schon Klarheit bringen. Sehr häufig ist die Ursache für Schlafstörungen, Verspannungen und Kopfschmerzen beim falschen Kissen zu finden.

Kopfkissen ist nicht gleich Kopfkissen!

Der Mensch bewegt sich im und ändert bis zu 60 Mal die Schlafposition. Es gibt viele Kissen, die durch ihre Form und Beschaffenheit eine unnatürliche Ruhigstellung der Wirbelsäule verursachen und somit anstatt eines mobilisierenden Zuges einen dauernden Druck auslösen. Der Schlafende wird in seiner Bewegung beim Schlafen erheblich eingeschränkt, schmerzhafte Einschränkungen der Halswirbelsäule entstehen und bestehende Blockierungen werden gleichzeitig noch verstärkt.

Erste Anzeichen für die Verwendung eines ungeeigneten Kopfkissens sind:

  • Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerzen)
  • Steifer Hals mit Drehschwindel (Vertigo)
  • Schlafprobleme (Zähneknirschen, Schnarchen, Apnoe, Trigeminus-Neuralgie)
  • Schlafstörungen und Einschlafstörungen mit Atemnot
  • Verspannungen (Muskelverspannungen)
  • Tinnitus (Ohrensausen)

Das richtige Kopfkissen finden

Das richtige Kopfkissen sollte die Wirbelsäule beim Schlafen unterstützen, jedoch nicht einschränkend auf die Bewegung wirken. Durch die Streckung der Halswirbelsäule durch ein orthopädisches Kopfkissen im Schlaf können sich Muskulatur und Bewegungsapparat entlasten. Wichtig ist auch, dass das Kopfkissen passend für die eigene Körpergröße ausgesucht wird, damit der Schlafende individuell beim Schlafen entlastet wird. Auch Allergiker sollten bei der Auswahl ihres Kissens darauf achten, dass sie aufgrund der Inhaltsstoffe und des Bezuges geeignet sind.

Gehstock näher unter die Lupe nehmen

Der Gehstock ist bereits eine sehr alte eingesetzte Gehhilfe und er findet Anwendung als Hilfsmittel in der medizinischen Rehabilitation, als Utensil beim Spaziergang oder aber als Utensil beim Wandern. In diesen drei Einsatzgebieten hat jeder schon mal einen Gehstock gesehen oder hat ihn schon als solchen verwendet.

Einsatzgebiet medizinische Rehabilitation

Der Gehstock ist ein anerkanntes Hilfsmittel in der medizinischen Rehabilitation, in der Maßnahmen angewendet werden, um körperliche Behinderungen bzw. Einschränkungen in der Aktivität und Störung der Teilhabe auf ein Minimum zu reduzieren. Der Gehstock zur medizinischen Rehabilitation kann im Innenraum als auch im Außenbereich/ Straßenverkehr genutzt werden. Aufgrund der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kann der Gehstock ärztlich verordnet werden. Den Gehstock gibt es in zwei klassischen Varianten, als einfachen Gehstock oder aber als Gehstock mit anatomischem Handgriff. Die Verordnung richtet sich nach der Indikation durch den Arzt.

Der einfache Gehstock

Der einfache Gehstock wird bei Patienten verordnet, bei denen eine Gehbehinderung mit einer zeitweiligen Notwendigkeit einen Skelettabschnitt zu entlasten, indiziert wurde. Im Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenkassen ist der Gehstock zur medizinischen Rehabilitation in der Produktgruppe 10 mit dem Anwendungsort 50 in der Produktuntergruppe 01 und der Produktart 1000-1999 zu finden. Dort ist der Gehstock als Metallrohr beschrieben, welches mit einem rutschfesten Laufgummi am unteren Ende ausgestattet ist. Am oberen Ende hat der einfache Gehstock einen funktionell gestalteten Handgriff. Der Gehstock wird an die Körpergröße des Patienten individuell angepasst, da er in der Höhe verstellbar ist. Mit dem universellen Handgriff kann der Patient den Gehstock beiderseits, rechts wie links, verwenden.

Quelle: proaktivo.de

Der Gehstock mit anatomischem Handgriff

Der Gehstock mit anatomischem Handgriff wird Patienten verordnet, bei denen eine Gehbehinderung mit Einschränkung des aktiven und passiven Bewegungsapparates und/ oder Koordinationsschwierigkeiten in der Laufphase indiziert wurde. Auch der Gehstock mit anatomischem Handgriff ist im Hilfsmittelverzeichnis in der Produktgruppe 10 mit dem Anwendungsort 50 in der Produktuntergruppe 01 und der Produktart 2000-2999 zu finden. Ähnlich wie der einfache Gehstock besteht der Gehstock mit anatomischem Handgriff ebenfalls aus einem Metallrohr mit einem rutschfesten Laufgummi am unteren Ende. Im Gegensatz zu dem einfachen Gehstock sind Gehstöcke der Produktart 1999-2999 mit einem anatomischen Handgriff entweder für die rechte oder linke Hand, ausgestattet. Durch diesen speziellen Griff wird der Druck gleichmäßig auf die gesamte Handfläche verteilt und das Handgelenkt wird entsprechend entlastet. Der Gehstock mit anatomischem Handgriff wird häufig bei Arthrosen im Handgelenk, Belastungsbeschwerden in der Handfläche oder bei der Notwendigkeit mit zwei Stöcken zu laufen verordnet.

Quelle: proaktivo.de

Fußschmerz nimmt im Alter zu

Die deutsche Bevölkerung leidet zunehmend an Fußschmerzen. Man darf nicht vergessen, dass der Fuß des Menschen eine sehr hohe Belastung jeden Tag aushalten muss, oftmals das zwei bis dreifache des eigenen Körpergewichtes. Am Tag läuft der Mensch zwischen 8000 und 10000 Schritten und es nicht verwunderlich, dass irgendwann die Belastung zu hoch wird und sich Fußschmerzen entwickeln. Je älter der Mensch wird, desto weiter senken sich die Füße und das Fettgewebe unter den Fersen wird weniger, zudem wird die Haut immer trockener. Mit steigendem Alter steigt auch immer weiter das Risiko an einem Fersensporn zu leiden.

Fersensporn-Was ist das?

Menschen, bei denen sich im Laufe des Lebens ein knöcherner Fortsatz an der Sohlenseite des Fersenknochens gebildert hat, leiden an einem sogenannten Fersensporn. Statistisch gesehen leiden ca. zehn bis 15 Porzent der erwachsenen Menschen, überwiegend Frauen, an einem Fersensporn, wobei das Durchschnittsalter zwischen 50 und 60 liegt. Ein Fersensporn bereitet aber nicht immer von Anfang an Schmerzen, denn oftmals wird er erst entdeckt,wenn sich das Gewebe um den Fersensporn entzündet. Entzündungen können durch Überbelastung wie langes Stehen, langes Laufen oder auch sportliche Aktivitäten hervorgerufen werden.

Was sind die typischen Symptome?

Leidet ein Mensch an einem Fersensporn, hat er Schmerzen beim Auftreten in der Ferse, meist morgens nach dem Aufstehen. Dieser Schmerz fühlt sich an, als wäre man in einen Nagel oder eine Glasscherbe getreten.

und Therapiemöglichkeiten

Zur eines Fersensporns raten Orthopäden beim Kauf von Schuhen immer auf gut sitzendes und vor allem gut dämpfendes Schuhwerk zu achten. Dieses gilt besonders für den Schuhkauf für Sportarten, die hohe Belastungen der Füße zur Folge haben. Die Lauftechnik sollte auch auf jeden Fall mit einem Spezialisten besprochen und trainiert werden.

Zum Therapieansatz gehört, den Fuß von seinen Belastungen zu entlasten Dieses kann über maßgefertigte für Senioren mit Schaumgummiunterfütterung im Druckbereich erreicht werden oder aber auch durch spezielle Gymnastikübungen. Selten ist eine notwendig. Wurden die Einlagen einmal passgenau angefertigt, kann man die Schuheinlagen auch in einem Onlineshop für Seniorenbedarf kaufen. Diese Einlagen helfen langfristig bei der Behandlung, da sie den Fuß individuell unterstützen und gezielt die Belastungen reduzieren. Weiterhin helfen auch Maßnahmen der Physiotherapie, die die Muskeln und Sehnen gedehnt und gekräftigt. Die Übungen können und sollten auch auf jeden Fall zu Hause nach der Anleitung des Orthopäden fortgeführt werden, damit keine Verschlechterung auftritt.

Faltbarer Gehbock im Krankenhaus

Gehgestelle in der starren Ausführung gehören zu den anerkannten Gehhilfen für den Innenraum. Bekannt sind Gehgestelle aus dem Krankenhaus, denn dort werden sie überwiegend nach Operationen eingesetzt und die verordnete Bettruhe ein Ende hat, wenn der Patient herumlaufen darf, das operierte Bein allerdings nicht belasten darf. Ein faltbarer Gehbock aus Aluminium ermöglicht es dem Patienten sich frei durch das Krankenhaus zu bewegen und erfüllt durch seine spezielle Konstruktion eine optimale Stützfunktion. Der Patient ist mit der Gehhilfe nicht so schnell unterwegs, dafür ist er unabhängig und kann sich auch ohne betreuendes Personal bewegen. Besonders vorteilhaft ist, dass diese bei Nichtverwendung zusammengefaltet werden kann und somit auch weniger Stauraum in Anspruch nimmt. Der Patient kann seinen Gehbock bequem neben dem Bett verstauen und bei Bedarf ganz einfach hervorholen.

Das Gehgestell im Detail

Durch das geringe Gewicht von 2,75 Kilogramm ist ein faltbarer Gehbock eine praktische Hilfe bei der Fortbewegung. Der Patient bewegt das Gehgestellt immer ein Stück vorwärts, wobei dieses ein Stück angehoben werden muss, hierbei ist das leichte Gewicht der besonders angenehm. Da die Benutzung eines starren Gehgestelles eine Belastung für die Hände und Handgelenke darstellt, wurde der Gehbock mit anatomisch geformten Handgriffen ausgestattet, so dass die Belastung an dieser Stelle deutlich reduziert wird. Trotz seiner starren Form ist ein faltbarer Gehbock sehr flexibel was die Höhenverstellung angeht, denn er kann mit Hilfe eines Knopfdruckes von 78,74 cm bis zu einer Höhe von 96,52 cm angepasst werden, somit können ihn kleine Menschen und auch sehr große Menschen verwenden. Aufgrund seiner sehr stabilen Bauweise aus Aluminium, kann der Gehbock mit maximal 156 kg belastet werden und bietet auch übergewichtigen Menschen eine gute Stütze und enorm viel Sicherheit nach einer am Bein.

Quelle: proaktivo.de

Ein faltbarer Gehbock auch für zu Hause

Auch wenn man einen faltbaren Gehbock aus dem Krankenhaus kennt, kann er auch zu Hause eingesetzt werden. Diese Gehhilfe bietet einen stabilen Stand, wenn der Patient wackelig auf den Beinen ist und kann aufgrund seiner maximalen Breite von 50 cm bequem auch in schmaleren Räumen verwendet werden. Oftmals dient er als Aufstehhilfe aus dem Bett oder vom Stuhl bzw. Sessel. Hierbei verlieren oftmals ältere Menschen schnell das Gleichgewicht und stürzen. Durch den Einsatz einer solchen Gehhilfe wird das Sturzrisiko deutlich minimiert und auch die Verletzungsgefahr wird reduziert.

Therapeutisches Reiten

Das therapeutische Reiten oder auch Reittherapie beinhaltet die pädagogischen, psychologischen, psychotherapeutischen, rehabilitative und auch sozial-integrative Maßnahmen mit dem Medium Pferd. Die Zielgruppe richtet sich an Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene mit körperlichen, seelischen und sozialen Entwicklungsstörungen oder Behinderungen. Im Mittelpunkt steht die Förderung der Entwicklung, das reiterliche Können ist Nebensache.

Das therapeutische Reiten wird in drei Bereiche gegliedert:

  1. Heilpädagogische Reiten
  2. Heilpädagogisches Voltigieren
  3. Hippotherapie

Es ist zu beachten, dass der Behindertenreitsport ein Sport und KEINE ist!

Heilpädagogisches Reiten

Bei dem heilpädagogischen Reiten werden alle Sinne des Patienten angesprochen, sowohl bei der Arbeit am und mit dem Pferd als auch beim Reiten. Das Ziel dieser ist, dass die persönliche und auch soziale Entwicklung gefördert wird. Bei dem heilpädagogischen Reiten wird dem Patienten viel abverlangt, denn es findet eine körperliche, emotionale, geistige und soziale Forderung und Förderung statt. Die Beziehung zum Pferd spielt eine sehr große und tragende Rolle und der Reittherapeut fördert durch dieses Beziehungsdreieck „Klient-Pferd-Reittherapeut“ den konstruktiven Umgang. Die Umsetzung erfolgt durch den direkten Kontakt zum Pferd, durch das Pflegen des Tieres, durch Übungen am und auf dem Pferd, durch die Arbeit am Stall, in Einzel- oder auch Gruppentherapie und für Fortgeschrittene Reiter werden auch Reiterspiele oder Geländeritte angeboten.

Heilpädagogisches Voltigieren

Beim heilpädagogischen Voltigieren wird das Pferd an der Hand geführt oder aber an der Longe laufen gelassen. Beim Voltigieren werden gymnastische Übungen und auch Geschicklichkeitsspiele auf dem Pferd durchgeführt, hierbei wirkt der Bewegungsrythmus des Pferdes lockernd, ausgleichend und angstlösend auf den Patienten ein und fördert die Wahrnehmung des Patienten. Durch eine individuelle Therapieplanung kann auf die Problematik individuell eingegangen werden und an die Krankheit oder angepasst werden.

Hippotherapie

Unter Hippotherapie versteht man die Physiotherapie und Ergotherapie auf dem Pferd in der Gangart „Schritt“. Die Bewegungsimpulse des Pferdes beim Gehen werden auf das Becken und die Wirbelsäule des Patienten übertragen wodurch der Bewegungsapparat neu eingependelt werden kann. Besonders halbseitig gelähmte Menschen können mit Hilfe des Pferdes ihre Körpermitte finden. Die Hippotherapie wirkt sich auch positiv auf die Muskelspannung aus, denn schlaffe Muskeln werden angespannt und spastische (zuckende) Muskeln geben nach. Hinzu kommt, dass das Balancegefühl gefördert wird.

Die Hippotherapie darf unter keinen Umständen bei Entzündungen der Wirbelsäule, aktiven Schüben bei Multipler Sklerose, Gefahr von Thrombosen, medikamentös nicht gut eingestellte Anfallsleiden, Bluterkrankungen oder aber bei einer Pferde-Haar-Allergie angewendet werden.

Das Pferd

Das Pferd ist besonders für die Therapie ausgebildet und zeichnet sich durch sein ruhiges, geduldiges, kontaktfreudige und sensible Wesen aus. Oftmals werden für das therapeutische Reiten Kleinpferde wie Haflinger oder Islandpferde eingesetzt.

Quelle: zooseite.de

Quelle: img.fotowelt.chip.de

Die Kosten

Leider hat in Deutschland das Bundesministerium für Gesundheit am 20.06.2006 festgelegt, dass die Hippotherapie auf Grund des nicht nachgewiesenen therapeutischen Nutzens nicht als verordnungsfähiges Heilmittel gilt. Das Heilpädagogische Reiten und Voltigieren wird oftmals von vielen Einrichtungen angeboten und wird über die einweisenden Stellen über den Pflegesatz abgerechnet oder wird zum Teil als ambulante Hilfe gerechtet. Die private Übernahme der Kosten oder aber die Hilfe durch besondere Vereine ermöglichen das therapeutische Reiten für die erkrankten Menschen.

 

Gehhilfen

Die ist ein Hilfsmittel, das beim Gehen unterstützt und die Gelenke entlastet, zusätzlich wird die Mobilität gefördert.

Bei der wird in zwei Klassen unterschieden:

  • Hilfsmittel im Rahmen der Rehabilitation, anerkannt durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
  • Hilfsmittel beim Gehen

Gehhilfen und ihre Funktionen

Gehilfen werden bei Gangunsicherheiten eingesetzt und verringern die Sturzgefahr. Durch die Konstruktion bieten sie eine höhere Stabilität und fördern die Balance des Patienten und dienen als mechanische Unterstützung. Im Vordergrund stehen die Mobilität und die Ermöglichung der eigenen Lebensführung, wodurch auch das Selbstvertrauen des Patienten gestärkt wird und der Patient wieder am öffentlichen Leben teilnehmen kann.

Einsatzgebiete

Gehhilfen werden oftmals zu Rehabilitationszwecken nach einer Verletzung, einem Unfall oder nach einer eingesetzt und helfen bei dem Prothesengebrauch das Laufen neu zu erlernen. Ein weiteres Einsatzgebiet der Gehilfen ist der langfristige Einsatz bei dauerhafter Mobilitätseinschränkung und auch bei diversen Krankheitsbildern wie zum Beispiel rheumatischen Erkrankungen, Arthrose, Gangunsicherheiten bei Multipler Sklerose, etc.

Leistungsrechtliche Beurteilung

Gehhilfen sind Hilfsmittel im Sinne des § 33 SGB V. Demnach haben Versicherte „Anspruch auf Versorgung mit Hörhilfen, Körperersatzstücken, orthopädischen und anderen Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen oder nach § 34 Abs. 4 ausgeschlossen sind“… „Der Anspruch umfasst auch die notwendigeÄnderung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung von Hilfsmitteln, die Ausbildung in ihrem Gebrauch und, soweit zum Schutz der Versicherten vor unvertretbaren gesundheitlichen Risiken erforderlich, die nach dem Stand der Technik zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit und der technischen Sicherheit notwendigen Wartungen und technischen Kontrollen.“

Quelle: http://www.rehadat.de/rehadat/Download/Hilfsmittel/Produktinfo-Gehhilfen-1206.pdf

Gehhilfen bei Gehbehinderungen

Im Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung findet man in der Produktgruppe 10.46 die unterschiedlichen Gehhilfen, die durch die GKV für Rehabilitationszwecken anerkannt sind. Wenn man sich mit dem Thema Gehhilfe genauer beschäftigt, wird man feststellen, dass es deutliche Unterschiede bei dem Einsatzgebiet, dem Aussehen und dem Zweck der Gehhilfe zu finden sind.

Gehhilfen für den Innenraum

Gehgestelle, Gehwagen oder aber Gehübungsgeräte gehören zu den anerkannten Hilfsmitteln für den Innenraum und sind in der Produktgruppe 10.46 zu finden. Sie alle erfüllen den gleichen Zweck, allerdings auf eine unterschiedliche Art und Weise.

Gehgestelle

Das Gehgestell (starr) ist ein stabiles Gehgestell aus Aluminium, das auf Knopfdruck bequem an die jeweilige Körpergröße angepasst werden kann. Wird die Gehhilfe nicht verwendet, kann diese zusammengeklappt werden, sodass diese nicht mehr viel Platz wegnimmt. Die Handgriffe sind ergonomisch geformt und sind mit weichen Handpolster-Griffen versehen. Damit beim Gehen die Rutschgefahr so gut wie ausgeschlossen ist, sind an den vier Füßen des Gestelles rutschhemmende Gummifüße angebracht. Die maximale Belastbarkeit liegt bei 100 Kilogramm.

Quelle: care-discount.de

Ähnlich wie das Gehgestell (starr) ist das reziproke Gehgestell aufgebaut. Der Unterschied liegt in den gegeneinander gelenkig bewegbaren Seitenteilen. Dieses Gehgestell ist ebenfalls aus stabilem Aluminium und kann bei Bedarf zusammen geklappt werden. Die Handgriffe sind identisch und auch die gummierten Füße sind vorhanden. Auch hierbei liegt das maximale zulässige Gesamtgewicht bei 100 Kilogramm.

Quelle: yopi.de

Das Gehgestell mit zwei Rollen ist ebenfalls wie das Gehgestell (starr) aufgebaut, hat aber an den vorderen beiden Füßen zwei Rollen und kann somit ohne Kraftaufwand mit den Armen nach vorne bewegt werden. Die hinteren beiden Füße bewegt man durch leichtes Anheben und man muss nicht das gesamte Gewicht des Gehgestelles anheben.

Quelle: careshop.de

Gehwagen

Der Gehwagen mit Armauflage ist mit großen Armpolstern und Haltegriffen ausgestattet und lässt sich bequem durch die vier Rollen durch das Haus oder durch die Klinik schieben. Mit der Bremse lässt sich auch die Geschwindigkeit regulieren und vermittelt mehr Sicherheit. Achselstützen sind auf Nachfrage ebenfalls zu erhalten.

Quelle: medic-rent.de

Ähnlich dem Gehwagen mit Armauflage ist der Gehwagen mit Achselstützen. Im Gegensatz werden durch die Achselstützen die Arme und Hände deutlich entlastet, da das Gewicht besser verteilt ist. Die Achselstützen und die Handgriffe sind besonders gepolstert und er kann durch die vier Rollen ebenfalls leicht bewegt werden.

Quelle: handicap-shop.eu

Gehwagen für Kinder sind von der Bauart identisch wie die der Erwachsenen, unterscheiden sich allerdings in der Größe und dem Gewicht. Oftmals sind sie auch in bunten Farben erhältlich.

Gehübungsgeräte

Gehbarren gehören zu den Gehübungsgeräten und benötigen aufgrund ihrer Bauart viel Platz. Das Gerät besteht aus einer stabilen Stahlrahmenkonstruktion, welche höhenverstellbar ist. Zusammengeklappt nimmt auch diese Gehhilfe wenig Platz weg. Die Belastbarkeit liegt bei 140 Kilogramm.

Quelle: s7.sport-thieme.com

Gehhilfen für den Innenraum und Außenbereich sowie auch Straßenverkehr

Hand- und Gehstöcke

Handstöcke

Der Handstock besteht oftmals aus einem Stück Holz und wird bei einer leichten Gehbehinderung ohne Notwendigkeit der Abstützung eines Skelettanschnittes oder bei Störungen des Bewegungsapparates nach Verletzungsfolgen ärztlich verordnet.

Quelle: phoenix-budo.de

Gehstöcke

Der Gehstock hingegen wird bei einer Gehbehinderung mit der zeitweiligen Notwendigkeit einen Skelettabschnitt zu entlasten, verordnet. Der Gehstock ist aus einem Metallrohr gefertigt und ist mit einem rutschsicheren Laufgummi ausgestattet. Der Gehstock kann auch mit einem anatomisch geformten Handgriff erhalten werden, dadurch wird der Druck auf eine möglichst große Fläche gleichmäßig verteilt.

Quelle: barrierefrei.de

Mehrfußgehilfen

Die Mehrfußgehhilfe ist wie der Gehstock, allerdings hat dieser mehrere abgespreizte Aufstandspunkte (Drei-, Vier- oder Fünfpunktgehstütze). Sie ist ebenfalls auch als Mehrfußgehhilfe mit einem anatomisch geformten Handgriff zu erhalten.

Quelle: medicus-ks.de

Unterarmgehstützen

Die Unterarmgehstütze ist die klassische Gehhilfe bekannt aus Krankenhäusern, bei der der Unterarm bei Belastung durch das Gehen abgestützt wird. Die Stütze ist aus einem Stützrohr gefertigt, hat einen Handgriff und kann bei Bedarf mit höher liegenden Manschetten ausgestattet werden. Selbstverständlich ist auch diese Gehhilfe mit einem anatomisch geformten Handgriff zu haben.

Quelle: careshop.de

Arthritisstütze

Die Arthritisstütze verfügt über ein s-förmig gebogenes Stützrohr in der Manschetten-Region und entlastet somit Hand- und Schultermuskulatur.

Quelle: rehadat.de

Achselstützen

Achselstützen werden alternativ zur Unterarmgehstütze eingesetzt, denn sie sind besonders ratsam bei Patienten mit Unterarmschwäche oder schmerzenden Handgelenken. Sie sind sehr stabil und es wird eine hohe Stützwirkung erzeugt. Oftmals bestehen die Achselstützen aus Holz oder aber aus Leichtmetall und haben weich gepolsterte Handgriffe und Achselpolster.

Quelle: ossenberg.com

Fahrbare Gehhilfen

Zu den fahrbaren Gehhilfen gehören die dreirädigen (Deltaräder) und vierrädigen Gehhilfen (Rollator). Sie werden oftmals bei Patienten eingesetzt, die gehbehindert oder körperlich schwach sind, damit diese beim Gehen permanent gestützt werden. Diese fahrbaren Gehhilfen werden oftmals aus Metall gefertigt und können mit viel Zubehör wie einem Korb, einem Regenschirm- oder Stockhalter erworben werden. Besonders praktisch sind die beiden Handbremsen, durch die die Geschwindigkeit vom Patienten selbst reguliert werden kann.

Quelle: senioshop.ch

 

Quelle: elektro-mobile.de

Orthopädische Schuheinlagen – und wie damit sogar Kieferbeschwerden und Migräne behandelt werden können

Über perfekte Füße verfügt fast niemand. Mehr als 70 Prozent aller Menschen leiden sogar unter Problemen, die auf die Füße zurückgeführt werden können. Gerade als junger Mensch mag man noch sehr ablehnend gegenüber stehen, schließlich sind diese ja etwas für „alte Menschen“, die wirklich Probleme mit ihren Füßen haben. Dies ist allerdings nur zum Teil richtig. Es stimmt zwar, dass viele Senioren Haltungsbeschwerden haben, die auf ihre Füße zurückzuführen sind, diese resultieren aber nur aus einer zu spät angefangenen Behandlung. Viele körperliche Beschwerden, die man im Alter hat, sind letztlich nur auf eine nicht behandelte Fehlstellung der Füße zurückzuführen.

So unglaublich es klingen mag, eine Fußfehlstellung kann nicht nur Haltungsschäden verursachen, sondern nahezu alle Körperregionen betreffen. In der Kieferorthopädie spielt der Zusammenhang zwischen Kiefer, Zähnen und den Füßen beispielsweise eine nicht unbedeutende Rolle. Auf lange Sicht kann eine Fußfehlstellung zu Problemen mit dem Kiefergelenk führen, was mitunter eine Migräne zur Folge haben kann.

Es lohnt sich also sich bei seinem Arzt über zu informieren. Oft werden diese sogar von der Krankenkasse bezuschusst. Kein Wunder, denn sind heute ein fester Bestandteil der Orthopädie.

Schüssler Salze – eine Einführung

Die gehen auf Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler zurück, der diese nach den damaligen Erkenntnissen der Medizin und der Naturwissenschaft entwickelte. Einem homöopathischen Ansatz folgend fand Dr. Schüssler dabei 12 , die der Theorie zu Folge das Mineralstoffgleichgewicht in unseren Körperzellen wieder herstellen sollen. Durch die Wiederherstellung dieses Gleichgewichts sollen sich diverse Krankheiten heilen lassen. Schüssler identifizierte dabei insgesamt 12 Salze, mit Hilfe derer große Erfolge bei den verschiedensten Krankheiten erzielt werden konnten.

Im Laufe seiner Studien fand Schüssler heraus, dass eine einfache Einnahme der in unveränderter Form allerdings nahezu wirkungslos bleibt, da die Salze von den Körperzellen so nicht aufgenommen werden können. Die Lösung dieses Problems fand Schüssler schließlich in der Homöopathie, die sich die Methode der Potenzierung zu Nutze gemacht hatte. Unter Potenzierung versteht man dabei eine Verdünnung der Wirkstoffe, sodass diese auch wirklich vom Körper aufgenommen werden können.

Die Wirkung der ist heute umstritten. Die moderne Naturwissenschaft konnte bislang keinen Nachweis über deren Wirksamkeit finden. Dennoch berichten sehr viele Menschen über einschneidende Erfolge mit einer Schüssler Salz , weshalb die Nachfrage nach den Salzen bis heute ungebrochen ist. Auch wenn die Naturwissenschaft noch keinen Beweis für die Wirksamkeit der finden konnte, kann es gut sein, dass diese in den nächsten Jahren nachgewiesen werden kann.

Am häufigsten gibt es die Schüssler Salze in Tabletten Form. Seit einiger Zeit kann man sie allerdings auch als Salben erwerben. Insgesamt umfassen die Schüssler Salze die folgenden 12 Funktionsmittel, welche Beschwerden in den folgenden Körperregionen lindern:

  1. Calcium fluoratum: Haut, Gelenke, Bindegewebe
  2. Calcium Phosphoricum: Zähne, Knochen
  3. Ferrum Phosphoricum: Immunsystem
  4. Kalium Chloratum: Schleimhäute
  5. Kalium Phosphoricum: Nerven
  6. Kalium Sulfuricum: Stoffwechsel
  7. Magnesium Phosphoricum: Muskeln
  8. Natrium Chloratum: Flüssigkeitshaushalt
  9. Natrium Phosphoricum: Stoffwechsel
  10. Natrium Sulfuricum: Entschlackung
  11. Silicea: Haut, Bindegewebe, Haare
  12. Calcium Sulfuricum: Gelenke, Eiter

Hinzu kommen noch diverse Ergänzungsmittel. Einen kurzen Einblick in die Welt der Schüssler Salze gibt das folgende Video: