Medizinische Fußpflege

Ein Mensch legt in seinem Leben durchschnittlich 160.000 Kilometer zurück – von seinen Füßen getragen. Als wichtigstes Transportmittel des Menschen, haben Füße Unglaubliches zu stemmen, oft werden sie trotz ihrer Leistungen aber stiefmütterlich behandelt. Nicht wenige Menschen geben ihrem Auto mehr Streicheleinheiten als ihren Füßen. Zeit, das zu ändern!

Schlecht behandelte Füße wehren sich

Foto: meddygarnet/flickr.com (CC-Lizenz)

Früher oder später rächen sich schlecht behandelte Füße: Juckreize, Blasenbildung oder Schwellungen, oft auch Pilze sorgen für Schmerzen bei Schritt und Tritt. Schmerzende Hautrisse sind keine Seltenheit, hindern Menschen am Gehen und sind der ideale Nährboden für Infektionen. Handeln ist angesagt, denn Fußprobleme können jeden Menschen treffen. Um schweren Schädigungen vorzubeugen, gilt es, die Füße zu verwöhnen. Und das leistet medizinische Fußpflege.

Für wen eignet sich medizinische Fußpflege?

Fußpfleger nennen sich Podologen und grundsätzlich ist nicht jedes Fußproblem gleich krankhaft. Die ersten Schritte der Fußpflege können durchaus zuhause vorgenommen werden. Dazu gehört das Eincremen, aber auch das Raspeln der Hornhaut. Ist es schon soweit, dass Wunden, Pilze oder Infektionen sichtbar sind, sollten ausgebildete Fußpfleger ans Werk. Gerade Diabetiker leiden oft unter Fußproblemen. Trockene und schuppige Haut dürfte Diabetikern bekannt vorkommen. Nervenerkrankungen an den Füßen sind deutlich schwerwiegender; sie können durch schlechte Blutzuckereinstellungen oder unbemerkter entstehen. Betroffene können keine Wärme- und Kältereize mehr empfinden, kleine Risse, die an den Füßen entstanden sind, werden ebenso wenig wahrgenommen. Nahezu unbemerkt können sie sich entzünden und schwerwiegende Verletzungen hervorrufen. Überwichtige Menschen und jene, die mit Rheuma sowie Venenerkrankungen zu tun haben, leiden ebenfalls überdurchschnittlich häufig an Fußproblemen. Medizinische Fußpflege verfolgt in solchen Fällen verschiedene Heilungsansätze, um Probleme schnell behandeln zu können.

Verschiedene Behandlungsmethoden

Unabhängig von der gewählten Behandlungsmethode verfolgt die medzinische Fußpflege das Ziel, Füße umfassend zu behandeln und Erkrankungen zu heilen sowie vorbeugend auf etwaige Erkrankungen einzuwirken. Der Behandlung geht zumeist ein Fußbad voraus, um die Hornhaut nach dem Bad behandeln, wenn nötig entfernen zu können. Im Anschluss wird pflegende Heilcreme aufgetragen, um die Füße mit Feuchtigkeit zu versorgen. Sind die Füße von Pilz befallen, folgen spezielle Mittel, die die Pilze abtöten sollen. Optional kann das Eincremen der Füße mithilfe einer klasssichen Fußmassage erfolgen. Gerade, wenn Patienten über Schmerzen an den Füßen klagen, kann das wohltuende Wirkungen haben. Abgesehen von der Entspannung, werden durch solche Behandlungen die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt.

Alterskrankheiten: Cholesterin, Arthrose, Diabetes

– wenn das Fett im Blut zu dick wird

gehört zu den Stoffen ohne die weder Mensch noch Tier leben können. Entdeckt wurde der Naturstoff im 18. Jahrhundert in Gallensteinen, wovon sich auch der Name ableitet (griechisch Galle ist chole, stereos bedeutet fest). Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist kein Fett, sondern ein polyzyklischer Alkohol, der zur Gruppe zu den Lipiden zählenden Steroide gehört. Dennoch ist der Vergleich mit Fett nicht ganz falsch, denn ist wasserunlöslich und wird mit dem Blutplasma transportiert, sodass sich durchaus bei einem zu hohen Cholesterinspiegel „Klümpchen“ im Blut bilden können. Zuviel verengt die Adern, was leicht Arteriosklerose oder schlimmstenfalls zum Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann oder „verklumpt“ in der Galle mit der Folge, dass schmerzhafte Gallensteine entstehen.

Um den Cholesterinspiegel zu senken, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie

  • die Einnahme von Tabletten, um den Cholesterinspiegel zu senken, zum Beispiel nach einem oder Schlaganfall
  • Raucher mit hohem Cholesterinspiegel sollten das Genussgift meiden
  • Wer unter Übergewicht leidet, sollte sich einer Diät unterziehen
  • Diabetiker müssen ihren Cholesterinspiegel regelmäßig überprüfen lassen und strickt auf ihre achten
  • Bluthochdruckpatienten sind stark infarktgefährdet und dürfen ihren Blutdruck auf keinen Fall aus den Augen verlieren.
  • Bewegung ist neben einer gesunden, ballaststoffreichen eines der hilfreichsten Maßnahmen zur Senkung des Cholesterinspiegels.

Arthrose – wenn die Gelenkschmierung fehlt

Eine der typischen und häufig auftretenden Alterskrankheiten ist die Arthrose, ein „Gelenkverschleiß“, der durch Überbelastung entsteht. Die Ursache kann sowohl in Übergewicht als auch in einer Fehlstellung, einer Gelenkentzündung oder einer Verknöcherung liegen. Auch eine permanente falsche Körperhaltung führt zur Arthrose. Um den Krankheitsverlauf zu mindern und die Schmerzen zu lindern, gibt es verschiedene Ansätze:

  • eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung unterstützt den Körper bei der Regeneration und hilft beim Ausschwemmen von Schadstoffen
  • Bewegung schützt im Anfangsstadium vor einer Verschlechterung. Auch wenn sie die Arthrose nicht mehr verhindern kann, so zögert es sie zumindest hinaus, da die das Gelenk umgebenden Sehen und Muskeln gestärkt werden und damit das Gelenk gestützt
  • Oftmals ist eine „Schmerzattacke“ durch entsprechende Salben linderbar
  • Durch den Abbau von Übergewicht werden die Gelenke ebenfalls entlastet
  • Gymnastik und Bewegungstherapien sorgen für eine gelenkschonende Körperhaltung
  • Wird die Arthrose zu schmerzhaft, muss das Gelenk operativ ausgetauscht werden

Diabetes – häufige Folge von Übergewicht

Früher unter dem Namen „Altersdiabetes“ bekannt ist der heutige Diabetestyp II. Viele der Erkrankten sind älter als 70 Jahre, lediglich jeder Zehnte hat das 50. Lebensjahr noch nicht erreicht. Eine der Hauptursachen für das Auftreten der Diabetes ist Bewegungsmangel und Übergewicht, wo die genetische Veranlagung ebenfalls eine Rolle spielt. Ein Problem der Diabetes sind die möglichen Gefäßschädigungen, im schlimmsten Fall führen sie zur Erblindung oder Nierenversagen. Die meisten Diabetiker leiden nach etwa 20 Jahren zumindest unter einer Niereninsuffizienz oder einer Herz-Kreislauferkrankung. Tritt die Diabetes bei einem Senior über 70 Jahren auf, hat sie allerdings kaum mehr Folgen für die Lebenserwartung, anders sieht es bei den Senioren ab 50 aus, dort kann sie die Lebenserwartung um bis zu 8 Jahre senken. Diabetiker sollten

  • wenn sie unter Übergewicht leiden, versuchen, ihr Normalgewicht zu erreichen
  • können durch ausreichend Bewegung im Rahmen ihrer Möglichkeiten Probleme mit dem Herz-Kreislaufsystem in hohem Maße einschränken, insbesondere bei Bluthochdruck
  • durch eine gesunde Ernährung darauf achten, dass der Cholesterinspiegel sich im Normalmaß bewegt
  • auf jeden Fall versuchen ihren Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht und möglichst in normaler Höhe halten
  • als gute Methode, den Zuckerspiegel „im Griff“ zu behalten, haben fünf kleine statt drei großen Mahlzeiten am Tag bewährt

Metabolisches Syndrom: Diagnose und Therapie

Immer mehr Menschen in der heutigen Gesellschaft erkranken am Metabolischen Syndrom und leiden gleichzeitig an Bluthochdruck, hohem Cholesterin und hohem Blutzucker. Um dieses final zu diagnostizieren, nimmt der Arzt dem Betroffenen Blut ab und lässt dieses im Labor untersuchen, misst den Blutdruck mit Hilfe eines Messgerätes und einer Manschette und misst ebenfalls den Bauchumfang oberhalb des Bauchnabels. Der Zuckerbelastungstest gibt Aufschlüsse darüber, ob eine Erkrankung an Diabetes vorliegt.

Ein Metabolisches Syndrom liegt vor, wenn der Betroffene ein bauchbetontes hat. Hierbei kann man sagen, dass der Taillen-Umfang bei Frauen den Wert von 80 Zentimeter und bei Männern 94 Zentimeter überschreitet.

Weiterhin müssen mindestens zwei weitere Anzeichen vorliegen:

  • Erhöhte Blutzuckerwerte, Diabetis Typ 2
  • Erhöhter Blutdruck, mehr als 130 zu 85 mmHg
  • Erhöhte Blutfettwerte, Triglyceride sind bei mindestens 150 Milligramm pro Deziliter
  • Niedriger HDL-Cholesterin Wert (bei Frauen 50 Milligramm pro Deziliter und bei Männern 40 Milligramm pro Deziliter)

beim Metabolischen Syndrom

Werden die Anzeichen früh erkannt, kann der Betroffene das Metabolische Syndrom selbstständig durch viel Bewegung und eine Ernährungsumstellung behandeln und erfolgreich gegen vorgehen. Der Betroffene muss diszipliniert sein und es ist nicht einfach, seinen Lebensstil bewusst zu verändern. Durch eine bewusste und Bewegung, wird das Gewicht reduziert und die Blutfettwerte können sich normalisieren. Weiterhin hält Bewegung die Adern fit.

Sind die Symptome allerdings zu weit fortgeschritten, kommt der Betroffene nicht um eine medikamentöse drum herum. Die einzelnen Erkrankungen wie Diabetes, hoher Blutdruck und hoher Cholesterinwert benötigen eine angemessene und geeignete Behandlung, um vor einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen und das Risiko auf lange Sicht zu reduzieren.

Medikamente, die verschrieben werden

Beim Diabetiker des Typ 2 werden Tabletten verschrieben, wenn die Krankheit noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Ist dieses in Tablettenform nicht mehr umzusetzen, muss Insulin gespritzt werden.

Statine werden vom Arzt bei einer Fettstoffwechselstörung verschrieben, um  den hohen Cholesterinspiegel zu senken.

Beim Bluthochdruck werden unterschiedliche Medikamente verschieben, denn Alpha-1-Blocker oder Beta-Blocker verlangsamen den Herzschlag, Duiretike entwässert. Weiterhin helfen Kalzium-Antagonisten wie ACE-Hemmer gegen hohen Blutdruck.

Vorsicht bei der medikamentösen Therapie

Der behandelnde Arzt passt die medikamentöse Therapie an das jeweilige Krankheitsbild, das Alter und das Gewicht an und muss hier besondere Vorsicht auf die Nebenwirkungen walten lassen. Es gibt Medikamente, die den Zuckergehalt im Blut senkt, sich dabei aber negativ auf die Blutfettwerte auswirkt. Diese Kombination ist bei einem Metabolischen Syndrom sehr gefährlich, da beide Werte erhöht sind.

Metabolisches Syndrom-Wohlstandszeichen und Krankheit

In der heutigen Gesellschaft gibt es viele Menschen, die Übergewichtig sind und die Tendenz an Übergewichtigen steigt immer mehr an. Dieses kommt von der unausgewogenen und dem Mangel an Bewegung. Dieses beginnt schon in der Kindheit und zieht sich durch das ganze Leben eines Menschen.

Einen dicken Bauch, der sich über den Gürtel wölbt, sieht man immer öfter. Viel Speck an der Taille kann aber nicht nur Wohlstand anzeigen denn dieses ist ein Anzeichen für zu viel Zucker und Fett im Blut sowie für hohen Blutdruck. Hoher Blutdruck, ein hoher Cholesterinwert und ein hoher Blutzucker-Fachleute sprechen von einem Metabolischen Syndrom. Das Metabolische Syndrom kommt häufig in Industrieländern vor und wird daher auch Wohlstands-Syndrom genannt, an dem allein in Deutschland ist jeder fünfte Erwachsene erkrankt. Schaut man sich nun die Altersspanne von 46 bis 65-jährigen Menschen an, ist schon jeder vierte Mensch erkrankt und die Tendenz steigt immer weiter an. Dieses liegt auch daran, dass immer mehr Kinder daran erkranken.

Wie kommt es zum Metabolischen Syndrom?

Die genetische Veranlagung und auch Übergewicht sind Ursachen für ein Metabolisches Syndrom. Die überschüssigen Pfunde machen die Zellen unempfindlich für Insulin, welches für die Senkung des Blutzuckerspiegels verantwortlich ist. Beim Metabolischen Syndrom sind die Zellen unempfindlich und es entsteht das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Besonders dicke Menschen haben einen hohen Blutdruck, das Übergewicht resultiert aus der unausgewogenen fettigen , das Fett lagert sich an den Wänden der Adern ab und lassen diese verkalken. Sind die Adern verkalkt, spricht man auch von einer . Nicht nur die Wände der Adern werden durch Ablagerungen verengt, denn auch Blutgefäße werden end und steif durch Ablagerungen, dieses ist die Ursache dafür, dass Organe und Gewebe nicht mehr richtig mit Blut versorgt wird. Werden Organe und Gewebe nicht mehr richtig versorgt und das Herz wird nicht mehr richtig durchblutet, kann dieses zum Herzinfarkt führen. Passiert dieser Vorgang im Gehirn, ist ein Schlaganfall vorprogrammiert.

Menschen mit Metabolischem Syndrom sind extrem gefährdet an einer Herz-Kreislauf-Störung zu erkranken, hierbei besteht doppeltes Risiko. Das Risiko, an Diabetes zu erkranken, ist sogar fünffach so hoch.

Bewegung und Ernährungsumstellung unumgänglich

Es ist erwiesen, dass sich die Erkrankung verbessert, wenn der Betroffene seinen Lebensstil verändert, sich deutlich mehr bewegt und sich gesund und bewusst ernährt. Allein diese drei Aktionen helfen schon dabei, den Weg der Verbesserung und der Gesundung zu bestreiten.

des Metabolischen Syndroms

Betroffene leiden oftmals länger schon an hohem Blutdruck, einem hohen Cholesterinspiegel und einem hohen Blutzucker, merken dieses jedoch nicht. Was allerdings nicht zu übersehen ist, ist der dicke gewölbte Bauch und die gut gepolsterte Taille. Das Gesäß ist oftmals schlank. Folgende treten bereits bei einer fortgeschrittenen Störung auf:

Diabetes

  • Schwächegefühl
  • Großer Durst
  • Schwitzen
  • Heißhunger
  • oft vorkommender Harndrang
  • gehäuftes Auftreten von Infektionen, oftmals Pilzerkrankungen

Bluthochdruck

  • Schwindelgefühle
  • Kopfschmerz
  • Ohrensausen
  • Müdigkeit
  • Atemnot
  • Nervosität

  • Beinschmerz
  • Herzschmerzen
  • Herz-Rhythmus-Störungen
  • Herzschwäche und Angina pectoris-Anfälle

Hierbei droht sogar die Gefahr vor einem Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Diese Störungen können behandelt werden und können somit auch wieder verschwinden, vorausgesetzt diese werden frühzeitig behandelt. Weiterhin gilt vorbeugen. Gehört man selbst zu einer Risikogruppe oder man hat einen Betroffenen in der Familie, sollte man auf jeden Fall zu regelmäßigen Vorsorge-Untersuchungen gehen.

Unterzucker bei Diabetes

Der Unterzucker, oder auch Hypoglykämie genannt, kann bei einem Diabetiker lebensgefährlich werden. Sollte Unterzucker auftreten, muss schnell gehandelt werden. Wichtig ist, dass der Betroffene und auch die Familie oder Bekannte, mit denen der Diabetiker unterwegs ist, die Warnzeichen erkennen und entsprechend vorgehen.

Unterzucker-Was bedeutet das?

Die Unterzuckerung bei einem Diabetes Patient stellt die häufigste akute Komplikation dar. Sinkt der Blutzuckerspiegel unter 50 mg/dl bzw. 2,8 mmol/l, teilweise sogar bei Werten unterhalb 60 mg/dl bzw. 3,3 mmol/l, spricht man von Unterzucker.

Wer ist gefährdet?

Bei gesunden Menschen regelt der Körper automatisch durch Ausschütten von Hormonen, die den Blutzucker erhöhen, den Zuckerhaushalt. Diabetes Patienten sind allerdings nicht gleichermaßen gefährdet, denn die Gefahr einer Unterzuckerung bei Diabetikern des Typ-2 ist eher gering, denn sie regeln den Blutzuckerspiegel durch regelmäßige Bewegung und durch eine gesunde .

Besonders gefährdet sind Menschen, die Insulin spritzen oder Tabletten einnehmen, die die Insulinproduktion anregen. Das Risiko bei der Einnahme von Tabletten aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe mit den Wirkstoffen Glibenclamid und Glimepirid ist höher als bei den Tabletten mit den Wirkstoffen Nateglinid oder Repaglinid. Bei den letzteren wird die Insulinausschüttung rascher und weniger lang anhaltend stimuliert als bei den Sulfonylharnstoffen.

EINIGE URSACHEN FÜR EINE UNTERZUCKERUNG

Vergessen einer Mahlzeit

Unterzucker kann bei Patienten passieren, die sich ihr Insulin gespritzt haben oder die Tabletten eingenommen haben und danach nichts essen.

Zu hohe Einschätzung des Kohlenhydratgehaltes

Wird der Kohlenhydratgehalt der Mahlzeit überschätzt und die Dosis des kurzwirkenden Insulins zu hoch gewählt, kann Unterzucker passieren.

Sport

Besonders hohes Risiko für Unterzucker besteht beim Sport, wenn der Patient Insulin spritzt oder Tabletten aus der Gruppe der Sulfonylharnstoofen oder Glinide einnimmt. Die Dosis muss bei sportlicher Aktivität verringert werden. Da eine Hypoglykämie nicht nur während der sportlichen Aktivität, sondern auch noch bis zu 36 Stunden danach auftreten kann, ist hier besondere Vorsicht geboten.

Alkohol

Bei der Einnahme von Alkohol ist die Leber damit beschäftigt Alkohol abzubauen und kann nicht mehr genügend Zucker nachproduzieren und ins Blut ausschütten. Abendlicher Alkoholgenuss kann somit zu nächtlicher Unterzuckerung führen. Die Einnahme von kohlenhydrathaltigen Getränken wie Bier oder Likör hat zur Folge, dass der Blutzuckerspiegle ansteigt. Wird dieser nun runtergespritzt, kann es zu einer besonders schweren Unterzuckerung kommen.

Fehler bei der Einnahme von Tabletten oder Spitzfehler

Die Einnahme der Tabletten oder auch die Spritzdosis darf nur nach Anweisung eines Arztes erfolgen. Der Arzt stellt den Patienten mit dem Medikament ein, damit weder Unterzucker noch Überzucker passieren können. Wird Insulin gespritzt, muss zwingend darauf geachtet werden, dass ebenfalls die richtige Dosis und das richtige Insulin gespritzt wird. Wird Insulin in den Muskel gesprizt, muss man beachten, dass von dort das Insulin schneller ins Blut befördert wird.

ERKENNEN

Oftmals werden die einer Unterzuckerung nicht rechtzeitig erkannt. Hier bieten diabetologische Schwerpunktpraxen oder auch Diabeteskliniken entsprechende Schulungen an, die die Unterzucker-Warnehmung verbessern an.

Typische Warnzeichen bei einer Unterzuckerung:

  • Schwitzen
  • Herzjagen
  • Blässe um Mund und Nase
  • weite Pupillen
  • Zittern

Symptome, die aufgrund des Energiemangels im Gehirn auf die Ausschüttung von Adrenalin zurückzuführen sind:

  • Heißhunger
  • Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen
  • pelziges Gefühl um die Lippen
  • Sprach- und Sehstörungen

Symptome bei einer fortgeschrittenen Unterzuckerung auftreten:

  • Verhaltensstörungen wie Aggressivität
  • Bewusstseinsstörungen
  • Koordinationsstörungen
  • Krampfanfälle

Eine nächtliche Unterzuckerung führt dazu, dass der Betroffene aufwacht.

GEFAHREN BEI UNTERZUCKER

Unterzucker bedeutet eine Gefahr für den Diabetiker als auch für sein Umfeld. Tritt Unterzucker häufiger auf, besonders schwere Unterzuckerungen, besteht die Gefahr, dass sich später eine Demenz entwickeln könnte. Bei älteren und/ oder herzkranken Menschen können im Rahmen der Gegenregulation durch Freisetzung von Adrenalin Blutdruck und Puls erhöht werden, was Komplikationen wie Herzrythmusstörungen oder sogar zur Folge hat.

FAUSTREGEL

Vermeidung von Blutzuckerwerten unter 60 mg/dl (3,3 mmol/l)

 

Altersdiabetes, eine Krankheit, die nicht nur Senioren betrifft

Bei der Altersdiabetes handelt es sich um eine Erkrankung, von der heute nicht mehr nur Senioren betroffen sind, sondern in steigendem Maße auch immer mehr jüngere Menschen. In den mageren Nachkriegsjahren zwischen 1945 und 1947 stellten die Ärzte mit Erstaunen fest, dass keinerlei Krankheitsfälle auftraten, woraus sie schon damals schlossen, dass eine falsche zu den Hauptursachen zählt. Wie Recht sie mit ihrer Vermutung hatten, wurde während der Zeit des Wirtschaftswunders deutlich, in der das Essen nicht fett und reichhaltig genug sein konnte und die Zahl der Diabetes mellitus Typ 2 Erkrankungen sprunghaft anstieg.

Ende des 20. Jahrhunderts trat ein neues Phänomen auf, denn plötzlich stieg der Zahl der Diabetiker unter den schlanken, sportlichen Menschen. Untersuchungen ergaben, dass diese unter der sogenannten Stressdiabetes litten, einem Diabetestyp, der schubweise und immer nur dann auftritt, wenn der Betroffene unter extremen Druck gerät. Heilbar ist die Diabetes zwar nicht, doch wer sich an ein paar Regeln hält, kann dennoch ein normales Leben führen. Die früher so gefürchteten Folgen wie Erblindung, Verlust der Gliedmaße und Ähnliches sind zwar noch immer möglich, doch sie treten nicht mehr in der Häufigkeit auf wie in der Vergangenheit.

Tipps für Diabetiker:

  • Essen nach der Ernährungspyramide, also täglich frisches Gemüse, Obst, eiweißreich Produkte, wenig Fleisch.
  • Auf Süßigkeiten möglichst verzichte, lieber zu Obst greifen.
  • Wenn Alkohol getrunken wird, anstatt Bier oder Schnaps lieber trockenen Wein wählen.
  • Für ausreichende Bewegung sorgen und sich möglichst oft an der frischen Luft aufhalten.
  • REGELMÄßIGE Kontrolle des Blutzuckerspiegels durch den Hausarzt.

 

Zuckerkrankheit – Diabetes mellitus

Der mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Diese Erhöhung kommt zu Stande, wenn der Körper nicht ausreichend Insulin produziert. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und sorgt für die natürliche Regulation des Zuckerspiegels im menschlichen Körper. für die Erkrankung können lange Zeit fehlen, so dass sich der Betroffene zunächst gesund fühlt. In manchen Fällen, wenn ein sehr hoher Blutzuckerspiegel erreicht wird, tritt ein sehr plötzlich und heftig durch ein diabetisches Koma mit Bewusstlosigkeit in Erscheinung.

Unterschiedliche Formen von Diabetes

Es gibt zwei verschiedene Formen des Diabetes. Bei der ersten Form treten die aufgrund eines absoluten Insulinmangels häufig eher akut und dramatisch auf. Typisch sind Leistungsabfall, starker Durst, vermehrtes Wasserlassen und starke Gewichtsabnahme. Diese Form wird als Typ 1 Diabetes bezeichnet.Bei der zweiten Form, auch Typ 2 Diabetes genannt beginnen die Anzeichen, wie Müdigkeit und Leistungsabfall hingegen meist langsam, so dass diese Form des Diabetes oft nur durch Zufall erkannt wird. Der Typ 2 Diabetes tritt häufig zusammen mit Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten auf.Bei beiden Diabetestypen sind Hautentzündungen, oder auch lästiges Hautjucken ohne sichtbare Hautveränderungen möglich.

und Lebensweise bei Diabetes

Steht die Diagnose Diabetes fest, ist in erster Linie darauf zu achten, dass die Ernährung auf diese Erkrankung angepasst wird. Die Menge der zugeführten Kohlenhydrate ist hierbei besonders wichtig. Eine Ernährungsberatung ist für die meisten Personen sehr hilfreich, bei denen mit Hilfe von Spezialisten ein individuell zugeschnittener Ernährungsplan erstellt wird. Regelmäßige Kontrollen der Blutzuckerwerte sind unverzichtbar. Um den Ausgleich des fehlenden Insulins herzustellen bedarf es oftmals der medikamentösen durch Spritzen. In vielen Fällen jedoch, vor allem zu Beginn, reicht auch die Einnahme in Form von Tabletten. Heutzutage müssen Diabetiker nicht mehr auf alles verzichten, da viele Lebensmittel bereits speziell für sie hergestellt werden. Beim Genuss von Alkohol sollte jedoch darauf geachtet werden, dass dieser nicht in hohem Maße zu sich genommen wird, weil hierdurch die Arbeit der Leber eingeschränkt wird, was oft zu einem sehr niedrigen Blutzuckerspiegel führen kann.