Mit Musik und Fotos gegen das Vergessen

Persönliche Erinnerungsstücke können Identitätsverlust bei Alzheimer verlangsamen

Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft leben mehr als 1,4 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung in Deutschland. Im Verlauf der Erkrankung verschlechtert sich nicht nur dasd Gedächtnis und das Urteilsvermögen, auch die Persönlichkeit der Betroffenen verändert sich stark. Aber Angehörige und Pflegekräfte können auch im Kleinen etwas tun: Mit Erinnerungen an die eigene Vergangenheit lässt sich dem schleichenden Identitätsverlust entgegenwirken. Wie Martin Haupt von der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung erklärt, können sogenannte Erinnerungsanker wie alte Familienfotos oder bestimmte Musikstücke. Durch das Wiedererkennen und Erinnern könnten Erfolgserlebnisse geschaffen werden – im Alltag von Demenzkranken und Alzheimerpatienten sonst Mangelware. Diese Momente des Glücks können dazu beitragen, das allgemeine Wohlbefinden der betroffenen Menschen zu steigern.

Menschen mit Demenz in großen Pflegeheimen überfordert

Kuratorium Deutsche Altershilfe empfiehlt kleine Pflegeheime für Demenzpatienten

Das Krankheitsbild verträgt sich nicht gut mit ständig wechselnden Eindrücken. Daher gelte es gerade bei Menschen mit einer Demenzerkrankung bei der Suche nach einem geeigneten Wohn- und Pflegeheim auf die Größe der Einrichtung zu achten, empfiehlt das Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung. Besonders Einrichtungen mit mehr als 100 Plätzen seien aufgrund ihrer Größe und des stark wechselnden Personals für Demenzpatienten ungeeignet. In ungünstigen Fällen könnten solche Umstände die Verwirrung und Desorientierung forcieren und beschleunigen. Daher plädiert das KDA für Pflegeheime mit einer maximalen Zahl von 50 Plätzen, die vorzugsweise nahe des ehemaligen Wohnortes und somit der gewohnten Umgebung liegen.

Der folgende Film gibt einen kleinen Einblick in die Welt und die Bedürfnisse von Demenzpatienten:

Alzheimer – gefürchtete Krankheit, die nicht nur Senioren treffen kann

Eine der gefürchtetsten Erkrankungen ist die Alzheimerkrankheit, die rund 60 % der Demenzerkrankungen ausmacht. Dabei werden durch Gleichgewichtsstörungen des Botenstoffes Glutamat in bestimmten Hirnbereichen Nervenzellen zerstört (neurodegenerative ). Glutamat steuert 70 % der Nervenzellen und sorgt bei einem gesunden Menschen für die Lern- und Gedächtnisfähigkeiten. Erkrankt der Patient an Alzheimer, so erhöht sich Glutamatkonzentration permanent, sodass die Signale zwischen den einzelnen Nervenzellen nicht mehr korrekt erkannt und weitergegeben werden. Durch die Dauerreizung kollabieren die betroffenen Nervenzellen und sterben als Folge ab. Mit steigender Zahl der absterbenden Nervenzellen verringert sich die Wahrnehmungsfähigkeit und beginnt die Desorientierung. Im Anfangsstadium, das heißt, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird, kann durch die Gabe von Anitdementiva die Störung noch positiv beeinflusst und so eine Verschlimmerung wenn nicht verhindert so doch deutlich hinausgezögert werden. In Deutschland liegt die Zahl der Alzheimererkrankungen bei circa 720.000 Betroffenen mit steigender Tendenz, was allerdings auch daran liegt, dass die Menschen immer älter werden. In der Altersgruppe 65 bis 69 erkrankt nur jeder 20. an eine Form der , ab dem 80. Lebensjahr ist bereits jeder Dritte betroffen.

Die Alzheimerkrankheit unterteilt sich in drei Stadien, das sogenannte Anfangsstadium, das moderate Stadium sowie das schwere Stadium. Im Anfangsstadium ist ein selbstständiges Leben trotz leichter geistiger Defizite noch vollständig möglich. Im moderaten Stadium wird die Selbstständigkeit eingeschränkt, da die geistigen Fähigkeiten zunehmend nachlassen, im schweren Stadium wird der Betroffene zum Pflegefall, da er keinerlei Alltagskompetenz mehr besitzt.

Symptome des Anfangsstadiums

  • Vergesslichkeit
  • zeitliche Orientierungsprobleme

Symptome des moderate Stadiums

  • Mathematische- und Problemlösungsproblematik
  • manuelle Störungen bei alltäglichem wie Ankleiden und Haushalt
  • Erkennungsprobleme
  • ansteigende Vergesslichkeit wichtiger Dinge wie die Medikamenteneinnahme aber auch von Geburtstagen und Ähnlichem
  • Orientierungslosigkeit
  • Probleme mit der Sprache beziehungsweise mit dem Sprachverständnis
  • Gleichgültigkeit der Hygiene gegenüber sowie das Einsetzen von Wahnvorstellungen

 Symptome des schwere Stadiums

  • Zerfall des Langzeitgedächtnisses
  • vollständiger Verlust der Orientierung
  • Verlust der Artikulationsfähigkeit
  • Störung der Erkennungsfähigkeit
  • Inkontinenz
  • Agnosie, das heißt, auch Angehörigen werden zu Fremden

Diagnose Demenz, das Leben geht weiter

Da sich eine Demenz in unterschiedlicher Form und Schnelligkeit entwickeln kann, kann der Betroffene noch viele Jahre ohne deutlich spürbare Einschränkungen leben. Das bedeutet, dass die Diagnose „Demenz“ nicht gleich bedeutet, dass der Betroffene von jetzt auf gleich ein schwerer Pflegefall ist und nicht mehr ohne Hilfe leben kann. Auch ist es nicht notwendig  nach der Diagnose in ein Pflegeheim umzuziehen. Menschen mit Demenz können noch sehr gut im frühen  und mittleren Stadium der Demenz zu Hause in den bekannten vier Wänden leben. Die vertraute Umgebung ist auch sehr wichtig und sollte, wenn es möglich ist, so lange wie möglich aufrechterhalten werden. Dieses ist nur möglich, wenn die Familie und Angehörige dieses unterstützen und sich auch entsprechend auf die familiäre des Betroffenen einlassen. Die umfasst vom anfänglichen immer mal nach dem Rechten schauen, Behördengänge erledigen oder Bankgeschäfte regeln bis hin zur regelmäßigen Pflegen. Natürlich muss die Familie dieses nicht alleine bewältigen, denn sie können sich Hilfe bei der bei den Kommunen, privaten Pflegediensten oder aber auch über ehrenamtliche Helfer holen. Wichtig ist, dass sie die eventuell anfallenden Kosten mit der zuständigen Pflegekasse besprechen, damit auch gewährleistet ist, dass diese komplett oder zum Teil übernommen werden. Ratsam ist, dass sich die Familie rechtzeitig, direkt unmittelbar nach der Diagnose, über die Krankheit und Hilfemöglichkeiten informiert, dann stehen sie auch nicht alleine mit der scheinbar aussichtslosen Situation da. Denn aussichtslos ist sie in keinem Fall!

Wichtige Fragen, die zu klären sind

Um die Situation richtig bewerten zu können, sollte die Familie des demenzkranken Menschen sich mit dem Arzt, Personal von Pflegeheimen oder auch den Pflegekassen in Verbindung setzen und sich ein paar Fragen stellen, bevor sie die familiäre übernehmen.

  • Wie beurteilt der behandelnde Arzt die Situation?
  • Wie weit ist die Demenz schon fortgeschritten?
  • Wie wirkt sich die Demenz auf den Betroffenen aus?
  • Welche Stärken können gefördert werden, um sie noch erhalten zu können?
  • Wie lauten die ?
  • Wie verhält sich der Betroffene in der Gesellschaft? Ist er auffällig? Stört er eventuell die Nachbarn? Stellt er eine Gefährdung dar? Wie sieht sein Schlaf- und Ruheverhalten aus?
  • Ist der Betroffene körperlich eingeschränkt?
  • Wie ist die Wohnsituation des Betroffenen? Wohnt er alleine? Wohnen Verwandte im gleichen Haus oder in der Nähe?
  • Wer kann eine Kontrollfunktion ausführen, in dem die Nahrungsmittel auf Haltbarkeit kontrolliert werden? Ist es sauber im Haushalt des Betroffenen?
  • Wie sieht die finanzielle Situation aus? Kann eventuell eine Haushaltshilfe eingestellt werden?
  • Ist es ratsam eine Pflegestufe zu beantragen?

Welche gesetzlichen Leistungen können in Anspruch genommen werden?

Ob und wie viel der gesetzlichen Leistungen in Anspruch genommen werden können, hängt von der Pflegestufe des Betroffenen ab. Das bedeutet, dass die Diagnose allein nicht ausreicht, es muss bei der zuständigen Pflegekasse ein Antrag auf eine Pflegestufe gestellt werden. Leistungsberechtigt sind die Personen, die in den letzten zehn Jahren mindestens zwei Jahre in die Pflegeversicherung eingezahlt haben oder aber Personen, die über einen Beitragszahler mitversichert sind. Der Antragsteller muss zudem nachweisen, dass er pflegebedürftig ist. Diese Regelung findet am im Sozialgesetzbuch XI, § 14 mit dem folgenden Text:

Eine Person gilt als pflegebedürftig, wenn sie aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit auf Dauer, mindestens aber länger als sechs Monate in einem erheblichen oder höheren Maße Hilfe bei „Verrichtungen des täglichen Lebens“ benötigt.

Auch die Verrichtung des täglichen Lebens ist fest wie folgt definiert:

  • Körperpflege: Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, Darm- und Blasenentleerung
  • Ernährung: Mundgerechtes Zubereiten oder Aufnahme der Nahrung
  • Mobilität: Selbstständiges Aufstehen und Zubettgehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung, etwa für Arztbesuche oder Behördengänge
  • Hauswirtschaftliche Versorgung: Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche, Beheizen der Wohnung

Die Pflegekasse bewertet anhand dieser Tätigkeiten die Pflegebedürftigkeit des Betroffenen und ordnet ihn in eine Pflegestufe ein. Wer nun aber zusätzliche Leistungen in Anspruch nehmen will, die über die gesetzlichen Leistungen hinausgehen, muss für diese selbst aufkommen oder aber die Familie muss diese finanzieren.

Demenzgerechtes Wohnen in den eigenen vier Wänden

Da die vertraute Umgebung für alte Menschen und besonders für Demenzkranke sehr wichtig ist, sollte der Betroffene auch so lange es möglich ist, in seinen eigenen vier Wänden bleiben. Um die Wohnung demenzgerecht umzubauen, kann der Betroffene bei der Pflegekasse bis zu 2557 Euro erhalten. Unternehmen wie Martin Elektrotechnik GmbH bieten Schutzsysteme für demenzkranke Menschen an und ermöglichen ihnen, dass sie weiterhin in der eigenen Wohnung und der vertrauten Umgebung bleiben können. Der Betroffene bekommt einen Sender in Form eines Armbandes und an den Türen werden ebenfalls Sender-Empfänger-Einheiten angebracht. Somit kann sich der demenzkranke Mensch frei bewegen und Ausgänge, werden automatisch verschlossen, wenn sich der Betroffene mit seinem Sender der Tür nähert. Sollte der Betroffene einen bestimmten Bereich verlassen, wie zum Beispiel das Grundstück des Hauses, kann sofort ein Alarm an die Familie geleitet werden und sie kann den Betroffenen über diesen Sender per GPS ausfindig machen. Hierbei handelt es sich um ein paar Beispiele der installierbaren Systeme. Zum demenzgerechten Wohnen gehören auch Mechanismen an der Kochstelle und den Wasserhähnen. Sollte mal vergessen werden, den Herd auszumachen oder aber das Wasser abzustellen, geschieht dieses nach einer festgelegten Zeit automatisch. Diese kleinen Hilfsmittel können bereits Unfallrisiken soweit minimieren, dass der an Demenz erkrankte Mensch seinen Haushalt weiterhin alleine erledigen kann.

Auch ambulante Pflege ist möglich

Betroffene können anstatt der Geldleistung der Pflegekasse auch Sachleistung in Anspruch nehmen und eine professionelle Pflegekraft kommt zum Betroffenen. Zudem hat die Familie die Möglichkeit, sich an die Pflegekraft bei Fragen und Unklarheiten zu wenden, um sich professionellen Rat zu holen. Die ambulante Pflege fördert nicht nur die Lebensqualität des Betroffenen, sondern stellt auch eine Entlastung der Familie dar, da sie Zeit für berufliche und private Angelegenheiten gewinnen. Hierbei ist zu beachten, dass das Engagieren einer Pflegekraft auch wieder in Absprache mit der zuständigen Pflegekasse erfolgt, damit auch die Kosten übernommen werden. Der ambulante Pflegedienst kann sogar mehrfach am Tag in die Wohnung des Betroffenen kommen, um ihn bei der Verrichtung der alltäglichen Dinge zu unterstützen.

Auf Demenz spezialisierte Pflegeheime

ist eine sehr weit verbreitete Krankheit, an der immer mehr Menschen erkranken. Die der an erkrankten Menschen wird anfangs in der eigenen Wohnung des Betroffenen durchgeführt, hier spielt die Familie eine sehr große Rolle, denn sie übernimmt den größten Teil der und Kontrolle. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto mehr Hilfe muss die Familie in Anspruch nehmen, um mit der Krankheit und dem erkranken Familienmitglied umgehen zu können. Allerdings ist die häusliche im frühen bis hin zum mittleren Stadium der Demenz möglich, danach wird geraten, professionelle und auch stationäre Hilfe eines Pflegeheimes in Anspruch zu nehmen.

Umzug ins Pflegeheim bedeutet keine Abschiebung

Der Umzug in ein Pflegeheim bedeutet keine Abschiebung, auch wenn viele der Betroffenen den Umzug als solches wahrnehmen. Die Familie wird von den deutlichen Belastungen und Anstrengungen der Pflege entlastet und sorgt auch dafür, dass das an Demenz erkrankte Familienmitglied in gute Hände gegeben wird. Die Familie kann sich nun auf den Besuch des Familienmitgliedes konzentrieren und die Kraft und Energie in den Umgang mit dem Erkrankten investieren. Im Pflegeheim wird der Betroffene rund um die Uhr fachmännisch und medizinisch betreut, es kann unmittelbar sofort reagiert werden, sollte etwas passieren. Weiterhin werden die Stärken des Betroffenen durch besondere und individuelle Aktivitäten gefördert, sodass diese über einen gewissen Zeitraum aufrechterhalten werden können. Der Betroffene wird schnell feststellen, dass er nicht alleine ist, denn im Pflegeheim trifft er auf Menschen, die das gleiche Schicksal erleiden und sie können sich gegenseitig stärken und Kraft geben.

Ein Pflegeheim ist kein Gefängnis

Auch wenn viele Menschen sich ein Pflegeheim als ein modernes Gefängnis vorstellen, liegen sie mit ihrer Annahme falsch. Ein Pflegeheim, das sich auf Demenz spezialisiert hat, hat das Ziel dem Erkrankten ein so freies und uneingeschränktes Leben wie möglich zu ermöglichen. Es geht nicht darum, den Erkrankten in einem Zimmer einzusperren oder gar ans Bett zu fesseln. Der Betroffene kann sich mithilfe von einem Demenz-Schutzsystem der Martin Elektrotechnik GmbH frei im Pflegeheim bewegen, allerdings wird ihm durch Sender- und Empfängereinheiten der Zutritt zu machen Zimmern oder Bereichen verwehrt, sodass der erkrankte Mensch vor Gefahren geschützt wird und auch Mitbewohner trotzdem ihre Privatsphäre behalten können. Demenzkranke Menschen verlieren oftmals die Orientierung und wissen nicht mehr wohin sie laufen sollen. Dieses Schutzsystem leitet sie anhand der geöffneten oder verschlossenen Zugänge an den richtigen Ort und das Pflegepersonal hat durch die besonderen Sender und Empfänger  immer einen genauen Überblick, wo sich die Bewohner des Pflegeheimes aufhalten.

Demenz – eine Krankheit, die nicht nur für die Betroffenen ein Übel darstellt

Die Demenz ist eine Krankheit, die nicht nur ältere Menschen treffen kann, obwohl deren Zahl deutlich höher liegt als bei jüngeren Personen, die oftmals als Folge des Burn-out-Syndroms (totale Erschöpfung) oder einer Infektion darunter leiden. Der Begriff stammt aus dem achtzehnten Jahrhundert, einer Zeit, in welchem alle geistigen Störungen sowohl von Juristen als auch in der Umgangssprache darunter zusammengefasst wurden. Erst 1827 fand eine Trennung zwischen erworbener und angeborener geistiger Störung durch den französischen Psychiater Jean Etienne Dominique Esquirol (1772-1840) statt. Heute wird die Demenz als Krankheit in die zwei Arten eingeteilt, die ICD-10 Demenz und die DSM-IV Demenz, sie kommt je nach Ursache in einer heilbaren oder einer unheilbaren Form vor.

Unterscheidung ICD-10 Demenz und DSM-IV Demenz

Bei der ICD-10 Demenz handelt es sich um eine Erkrankung, bei der neben dem Gedächtnis und dem normalen Denken auch der Orientierungssinn, die Lernfähigkeit, das Rechnen sowie Sprache, Sprechen und Urteilsvermögen langsam aber sicher nachlassen, wobei das Bewusstsein erhalten bleibt, das heißt, der Betroffene nimmt seinen geistigen Verfall bewusst wahr. Die Form DSM-IV unterscheidet sich insofern von der ICD-10, als dass neben den erstgenannten Symptomen die Sprache selbst gestört ist, die motorischen Fähigkeiten beeinträchtigt sind, keine Reihenfolgen mehr eingehalten werden können, Planungs- und Organisationsfähigkeiten entfallen und Gegenstände nicht mehr erkannt oder wiedererkannt werden.

Symptome einer Demenzerkrankung und was dagegen getan werden kann

Die ersten Anzeichen einer beginnenden Demenz sind oftmals Depressionen, Antriebslosigkeit, ein Überforderungsgefühl, Reizbarkeit oder Interesselosigkeit, Anzeichen, wie sie auch beim Burn-out-Syndrom zu finden sind. Die eigentliche Krankheit beginnt mit der Störung des Kurzzeitgedächtnisses, Vergesslichkeiten fangen an immer häufiger aufzutreten, weitere Defekte folgen, im Endstadium ist der Betroffenen nicht mehr in der Lage, seine Angehörigen zu erkennen, er wird bettlägerig, apathisch und verliert die Kontrolle über die Körperfunktionen. Es gibt einige Therapieansätze, die eine Verschlechterung des Zustandes durchaus herauszögern, manchmal sogar verhindern können, doch bereits im Vorfeld bestehen Möglichkeiten der Krankheit entgegenzuwirken, wenn sie auch oftmals nicht abwendbar ist

  • gehört zu den Methoden, das Gehirn fit zu halten
  • kreativer Hobbys
  • Eigeninitiativen entwickeln, vielseitig interessierte Menschen, die geistig rege sind, erkranken oftmals erst sehr spät an einer Demenz
  • Gymnastik, um die motorischen Fähigkeiten zu erhalten
  • Bei den ersten Verdachtsmomenten umgehend einen Arzt aufsuchen, damit eine entsprechende medikamentöse eingeleitet werden kann

Menschen mit Down-Syndrom

Bei dem liegt eine Genommutation des 21. Chromosoms vor. Dieses Chromosom ist entweder komplett oder aber Teile davon sind dreifach vorhanden, man spricht auch von Trisomie. Viele Menschen kennen das auch unter der Bezeichnung Trisomie 21, was von der Genommutation abzuleiten ist. Menschen mit weisen körperliche Merkmale wie ein rundliches Gesicht und mandelförmige Augen auf und ihre kognitiven Fähigkeiten sind eingeschränkt, sehr häufig sind die Menschen mit geistig behindert.

Lebenserwartung und Auffälligkeiten

Im Jahre 1929 lag die Lebenserwartung von europäischen Menschen mit bei 9 Jahren und ist bis zum Jahre 2004 auf 60. Jahre gestiegen, heute kann sogar das 70. Lebensjahr erreicht werden. Oftmals sind die Menschen an den Entwicklungsstörungen, die damals noch nicht medizinisch behandelt werden konnten, gestorben.

Sehr häufig wird davon berichtet, dass Menschen mit Trisomie 21 oftmals an Atemwegserkrankungen leiden, ein schwächeres Immunsystem haben und auch die Funktion der Schilddrüse nicht richtig abläuft. Aus diesem Grund sieht man die Menschen häufig auch mit Übergewicht. Leukämie kommt häufig im Kindesalter vor und bis zum 40. Lebensalter werden in den meisten Fällen - diagnostiziert, auffällig wird die Demenz ab einem Alter von 55 Jahren. Die frühe Entwicklung der Krankheit ist grundlegend darauf zurückzuführen, dass das Protein, das für verantwortlich ist, auf dem 21. Chromosom codiert ist.

Schulische und berufliche Ausbildung

Aufgrund der langsamen und sensiblen Art zu lernen, besuchen Kinder mit Down-Syndrom spezielle Schulen wie Behindertenschulen, Förderschulen oder Integrationsklassen an Regelschulen. Dort in den Schulen können die Kinder die Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen erlernen, so dass auch Regelschulabschlüsse erlangt werden können und der Weg in eine berufliche Ausbildung geebnet ist. Allerdings sind weltweit nur Einzelfälle bekannt, bei denen die Universität besucht und erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Ausbildung wird dann über Behinderten-Werkstätten oder ähnliche Einrichtungen, bei denen immer betreuendes Personal anwesend und unterstützend dabei ist, angeboten, so dass auch eigenes Geld verdient werden kann.

Ein eigenes Leben führen

Auch wenn Menschen mit Down-Syndrom immer auf Hilfe bzw. Unterstützung angewiesen sind, können sie ein eigenes Leben mit Wohnung und Hobbies leben. Die Wohnung ist oftmals ein betreutes Wohnen, in dem eine Person alleine eine eigene Wohnung haben kann oder aber auch in Wohngemeinschaften einziehen kann. Über das betreute Wohnen können sie sich individuell entfalten und ihnen steht je nach Bedarf auch Hilfe zur Verfügung.

Demenz

In Fachbüchern wird Demenz als ein Defizit von emotionalen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten beschrieben, welches die Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Fähigkeiten zur Folge hat. Bei einer Demenz wird die Erkrankung des Gehirns diagnostiziert, wodurch das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache, die Motorik und auch nicht selten die Persönlichkeitsstruktur betroffen sind.

Umgang mit demenzkranken Menschen

Da Demenz eine der häufigsten Alters-Krankheiten ist, kann es jedem passieren, einen demenzkranken Menschen im direkten Umfeld oder in der Familie zu haben. Da diese Krankheit unterschiedlich verlaufen kann, ist es auch jeden Fall ratsam, sich bei entsprechenden Stellen wie Krankenhäusern oder Pflegeheimen zu informieren, um sich bestens vorzubereiten und was noch viel wichtiger ist, den Betroffenen zu erstehen. An erster Stelle steht die Geduld mit der erkranken Person, denn Ungeduld kann extreme Gefühle wie Unzufriedenheit, Traurigkeit oder Unwohlsein auslösen und können den Umgang sehr schwierig gestalten. Man muss sich vor Augen halten, dass der Patient auf Grund seiner Erkrankung nur noch bedingt lernfähig ist und vieles augenblicklich wieder vergisst, oftmals beginnt man immer wieder bei null. Möchte man einen demenzkranken Menschen verstehen, sollte man sich empathisch mit ihm umgehen und versuchen sich in ihn hineinzuversetzen. Auch wenn dieses für einen gesunden Menschen nur schwer möglich ist, erleichtert dieses den Umgang mit der erkrankten Person. Um demenzkranke Menschen in der Bewegung zu kontrollieren und sie vor Schaden zu schützen, können sogenannte Schutzsysteme installiert werden.

Die Welt aus anderen Augen sehen

Die Welt einer Betroffenen Person ist merkwürdig und gleichzeitig unverständlich, da die Wahrnehmung und Orientierung eingeschränkt ist oder aber komplett versagt. Das Verschwimmen von Zeiten hat zur Folge, dass nicht mehr zwischen Traum, Vergangenheit oder aber Gegenwart unterschieden werden kann, nicht selten treten Halluzinationen auf, die ebenfalls nicht mehr von der Realität differenziert werden können. Fasst man nun all diese Empfindungen zusammen, ist es verständlich, dass der Betroffene sich falsch verstanden, herumkommandiert oder aber bevormundet fühlt, da er im Umgang mit „gesunden Menschen“ immer wieder auf eventuelles Fehlverhalten, vergessene Situationen oder aber Termine hingewiesen wird. Die Menschen fühlen sich fehl am Platz, was gesteigertes Potenzial für die Entwicklung von Depressionen birgt.

Notfallmappe hilft Menschen mit Demenz

ist eine gängige Alterserkrankung. Die häufigste Form der ist . Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat jetzt eine speziell für an erkrankte Menschen entwickelt. Diese kann im Notfall Leben retten. Da Demenzkranke oft nicht richtig ansprechbar sind oder nicht wissen wie sie heißen, woher sie kommen oder geschweige denn welche Krankheiten sie haben, ist eine Behandlung im Notfall sehr schwierig. Ob beispielsweise irgendwelche chronischen Krankheiten oder Allergien vorliegen oder ob die betroffene Person einen Herzschrittmacher trägt, müssen Ärzte wissen, um bei der Behandlung das Leben ihrer Patienten nicht zu gefährden. Im Zuge des Projektes „Blickwechsel . Regional“ wurde jetzt eine entwickelt, die in genau diesem Fall Abhilfe schaffen soll. Hier werden die wichtigsten Patientendaten verzeichnet, sodass sich der zuständige Arzt schnell ein Bild über die Krankengeschichte des Betroffenen verschaffen kann. Zudem umfasst die wichtige Dokumente wie beispielsweise Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Downgeloaded werden kann die Mappe hier: http://www.blickwechseldemenz.de/content/e2615/e3426/

Demenz – wie man sich geistig fit hält

gehört zu den häufigsten Alterskrankheiten. Etwa 1,3 Millionen Menschen sind derzeit allein in Deutschland von der Krankheit betroffen, wobei Alzheimer die häufigste Form der darstellt. Die moderne Medizin ist leider weitestgehend machtlos gegen die Krankheit, allerdings befällt die nicht jeden Menschen gleichermaßen. Wer sich auch im Alter geistig fit hält, kann sich durchaus wirksam gegen schützen. Folgende Übungen helfen dabei seinen Geist zu trainieren:

  • Routine vermeiden: Routine verhindert die Bildung neuer Synapsen und ist damit reinstes Gift. Die der werden so begünstigt. Diese sollte daher so oft wie möglich durchbrochen werden.
  • Konzentrationsübungen: Wer regelmäßig Konzentrationsübungen durchführt und beispielsweise Sudoku spielt, trainiert sein Gehirn und mindert damit auch spätere Folgen einer eventuellen Demenz.
  • von sozialen Kontakten: Auch die von sozialen Kontakten senkt das Risiko an einer Demenz zu erkranken bzw. mindert deren , denn auch im Umgang mit anderen Menschen trainieren wir unser Gehirn.