Pflegeversicherung-Die fünfte Säule der Sozialversicherungen

Die Soziale Pflegeversicherung wurde zum 01.01.1995 als eine der Pflichtversicherungen in Deutschland eingeführt und hat die Sozialversicherungen um einen fünften Zweig erweitert.

Sozialversicherungen im Überblick:

  • gesetzliche Krankenversicherung
  • gesetzliche Unfallversicherung
  • gesetzliche Rentenversicherung
  • gesetzliche Arbeitslosenversicherung
  • gesetzliche Soziale Pflegeversicherung

Die Soziale Pflegeversicherung dient zur Absicherung und als Hilfe bei Pflegebedürftigkeit, wenn der Beitragszahler wegen des Schweregrades der Pflegebedürftigkeit auf Unterstützung angewiesen ist. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt je nach Grad der Bedürftigkeit die Zahlung eines Pflegegeldes bei ehrenamtlicher oder übernimmt die Pflegekosten bei professioneller ambulanter oder auch stationärer und übernimmt auch die Kosten für Pflegemittel als auch wohnumfeldverbessernde Maßnahmen.

Inanspruchnahme, gar nicht so leicht

Die Leistungen der Sozialen Pflegeversicherung können ausschließlich auf Antrag erhalten werden, dabei ist zu beachten, dass eine rückwirkende Antragstellung nicht möglich ist. Die Pflegekasse, der ein Antrag für die Inanspruchnahme der Leistungen vorliegt, lässt vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder vom Sozialmedizinischen Dienst (SMD) bei der knappschaftlich Versicherten ein Pflegegutachten erstellen. Durch dieses Gutachten werden die Pflegebedürftigkeit und auch der Pflegeaufwand festgestellt. Der Gutachter ermittelt direkt vor Ort den Zeitbedarf für die persönliche und auch für die hauswirtschaftliche Versorgung. Hiernach richtet sich die Clusterung in eine Pflegestufe. Dem Antrag kann auch befristet statt gegeben werden, nach Ablauf muss ein komplett neuer Antrag mit allem drum herum gestellt werden.

Kritik zu den Leistungen

Als die Pflegeversicherung eingeführt wurde, wurde auch das Pflegefallrisiko als allgemeines Lebensrisiko anerkannt. Allerdings deckt die Soziale Pflegeversicherung nicht alle Pflegekosten ab. Die Soziale Pflegeversicherung soll nur als Zuschuss zu den Pflegekosten dienen, da auch nicht alle Pflegeaufwendungen berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass der Beitragszahler trotz gesetzlicher Abgabe von 1,95 Prozent seines Gehaltes/ Lohnes auf jeden Fall privat für die zusätzlich anfallenden Kosten aufkommen muss. Sehr häufig sind zusätzliche Leistungen von Angehörigen in Form von eigener Arbeit oder finanziellen Aufwendungen erforderlich. Hinzu kommt, dass der Gesetzgeber den Pflegeversicherung Beitrag nicht oder nur gering an die fortschreitende Inflation und den daraus resultierenden steigenden Kosten angleicht. Dies hat zwangsweise zur Folge, dass der Anteil der privat aufgebrachten Mittel im Laufe der Jahre immer weiter steigt und der Anteil der Sozialen Pflegeversicherung im Pflegefall immer weniger werden.

Private immer weiter im Fokus

So gut wie alle Krankenkassen oder Versicherungen werden zu der gesetzlichen Pflegeversicherung private Zusatzversicherungen angeboten, die die privaten Aufwendungen im Pflegefall minimieren sollen. Man hat die Möglichkeit eine Pflegerentenversicherung, eine Pflegekostenversicherung und eine Pflegetagegeldversicherung abzuschließen.

Die Pflegerentenversicherung wird als Lebensversicherung angeboten, mit der der Versicherte im Pflegefall eine monatliche Rente ausgezahlt bekommen kann. Die Vertragsvielfalt ist in diesem Bereich sehr unterschiedlich.

Die Pfegekostenversicherung erstattet die verbleibenden Kosten nach Vorleistung der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung. Bei dieser Versicherung gibt es Tarife, die ausgewählt werden können, wichtig ist, dass immer ein Nachweis für die Erstattung erforderlich ist.

Die Pflegetagegeldversicherung zahlt gegen Erbringung eines Nachweises einen fest vereinbarten Geldbetrag für jeden Pflegetag. Die Zahlung erfolgt unabhängig von den tatsächlichen Belastungen. Die Tarife werden in zwei Typen eingeteilt: Statisch gestaffelte herkömmliche Art und modular aufgebaute, flexible Art.

Aufgrund der immer weiter sinkenden Leistungen der gesetzlichen Versicherungen rücken die privaten Zusatzversicherungen immer mehr in den Fokus und sollten auf jeden Fall bereits in jungen Jahren präventiv abgeschlossen werden. Die Beiträge zu privaten Pflegezusatzversicherungen sind für junge Menschen geringer, da sie mehr Zeit haben einen gewissen Betrag im Laufe der Jahre einzuzahlen, wodurch die Belastung geringer ist. Mit Zusatzversicherungen im Bereich Pflege ist es allerdings nicht getan. Wenn man bedenkt, dass die Beträge der Renten immer weiter sinken und die wenigsten Rentner so hohe Bezüge erhalten, um die anfallenden Kosten zu decken, ist ein Ausweichen auf Alternativen notwendig. Nicht nur Eltern sind für ihre Kinder zuständig, denn im Alter und im Pflegefall gilt dieser Grundsatz in umgekehrter Richtung. Kinder werden unterhaltspflichtig, wenn das Nettoeinkommen 1400 Euro überschreitet. In der heutigen Zeit werden insgesamt drei Milliarden Euro für pflegebedürftige Menschen gezahlt, die nicht selbst dafür aufkommen können.

Pflegebedürftigkeit und

Gemäß der Definition für den Anspruch auf hat nicht jeder Mensch Anspruch auf , denn hierbei wird das eigene Vermögen oder Rückforderungen von verschenktem Vermögen der letzten zehn Jahre berücksichtigt. Im Pflegefall und vor der Gewährung von wird geprüft, ob verwertbare Vermögenswerte (Immobilien, Bankguthaben, Wertpapiere oder Rückforderungen von Geliehenem) bestehen. Bevor also die greift, wird erst einmal alles zu Geld gemacht und für die Deckung der Kosten der Pflege verwendet.

Bessere Korrekturen durch Kontaktlinsen

Kontaktlinsen sind optische Hilfsmittel, die als eine gute Alternative zur Brille darstellen. Kontaktlinsen werden nicht direkt auf dem Auge, oder besser gesagt auf der Hornhaut des Auges, getragen, sondern zwischen den Linsen und dem Auge befindet sich ein feiner Tränenfilm. Mit Kontaktlinsen können ebenfalls optische Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus oder auch Presyopie wie mit einer Brille korrigiert werden. Allerdings können mit Kontaktlinsen besonders komplizierte Fehlsichtigkeiten wie zum Beispiel Keratokonus, Keratoglobus oder Brechungsverhältnisse besser als mit einer Brille korrigiert werden. Die Kosten werden nur in bestimmten Fällen durch die gesetzliche Krankenkasse übernommen, was im Vorfeld abgesprochen werden sollte.

Unterschiedliche Linsentypen

Die Kontaktlinse ist im Laufe der Jahre vielseitig und das Angebot sehr unübersichtlich geworden. Online Shops wie Mister Spex bieten ein großes Sortiment an verschiedenen Linsen und den passenden Erklärungen zu den Linsentypen an.

Weiche und harte Linsen

Zuerst einmal wird in weiche und harte Linsen unterschieden. Die weichen Linsen sind flexibel und passen sich individuell der Form der Hornhaut an. Oftmals beträgt der Durchmesser zwischen 12 und 16 Millimeter. Weiche Linsen können als Tages-, Monats- oder auch als Jahreslinsen erhalten werden. Im Gegensatz zu den weichen Linsen sind die harten oder auch formstabilen Linsen viel kleiner. Der Durchmesser liegt  bei acht bis zehn Millimetern. Auch sie schwimmen auf einem feinen Tränenfilm und stehen nicht in direktem Kontakt zum Auge.

Hydrogellinsen und Silikonhydrogellinsen

Dieser Linsentyp besteht aus hydrophilen Polymer und Wasser, was allerdings nicht sauerstoffdurchlässig ist. Besonders ist, dass der Sauerstofftransport durch Diffusion durch das enthaltene Wasser in der Linse stattfindet. Als Faustformel gilt hier: Je größer der Wasseranteil, desto höher ist die Sauerstoffdurchlässigkeit der Hydrogellinse. Die Silikonhydrogellinse besteht ähnlich wie die Hydrogellinse auch aus eiem hydrophilen Polymer und Wasser, zusätzlich beinhaltet sie auch ein hydrophoben hochsauerstoffdurchlässigen Silikonpolymer. Die Werte der Sauerstoffdurchlässigkeit können somit enorm gesteigert werden und die Linse kann bis zu einem Monat dauerhaft getragen werden.

Hybridkontaktlinsen

In der Hybridkontaktlinse wurden die Vorteile von weichen und harten Kontaktlinsen in Einem kombiniert. Sie bestehen aus einem sauerstoffdurchlässigen Kern einer formstabilen Linse und einer weichen Ummantelung.

Seniorenreisen zur Verbesserung der Gesundheit

Nicht nur junge Menschen haben Spaß daran, die Welt zu bereisen, denn auch ältere Menschen sind gerne und viel unterwegs, solange es der Gesundheitszustand zulässt und  aus medizinischer Sicht nichts im Wege steht. Im Vordergrund der Seniorenreisen stehen selbstverständlich die Erholung und die Verbesserung der , weshalb nicht selten Reisen in medizinische Kurhäuser an der Nord- oder Ostsee oder auch in den Allgäu durchgeführt werden. Im Urlaub werden überwiegend Aktivitäten durchgeführt, die mit dem behandelnden Arzt abgesprochen sind und somit sichergestellt ist, dass keine Überanstrengung passiert.

Sportliche Aktivitäten

Ältere Menschen sollten auf jeden Fall vor einer solchen den Gesundheitszustand überprüfen lassen, damit auch sicher gestellt ist, dass sportliche Aktivitäten im Urlaub erlaubt sind. Die meisten sportlichen Aktivitäten werden an der frischen Luft durchgeführt. Kurhäuser oder auch Pensionen bieten Gruppen zu bestimmten Sportarten wie Nordic Walking, Wandern, Fahrradfahren oder Gymnastik an. Besonders erholsam und gesundheitsfördernd ist die sportliche Aktivität an der frischen Seeluft an der Nord- oder Ostsee, denn durch das besondere Klima dort, konnten bisher nachhaltig gesundheitliche Verbesserungen erzielt und Beschwerden konnten deutlich minimiert werden. Für Senioren muss ein Urlaub nicht langweilig sein, denn der Spaß und auch die Freude stehen mit im Mittelpunkt. Kurhäuser bieten sehr häufig auch Wassergymnastik-Kurse an, bei denen die körperliche Belastung bei den Übungen durch die Bewegung im Wasser deutlich reduziert wird und Bewegungsabläufe erleichtert durchgeführt werden können.

Kultur und Städte

Nicht nur der sorgt für die Verbesserung der , denn auch Städtetouren verbessern den Gesundheitszustand. Ältere Menschen, die überwiegend alleine sind, bekommen durch diese Reisen mehr Kontakt zu anderen Menschen und ihr soziales Umfeld festigt sich wieder. Kontakte, die auch über Jahre halten, werden geknüpft und die Gefahr der Vereinsamung wird erheblich reduziert. Zudem bekommen Senioren einen Überblick über die neumodischen Entwicklungen im Verhältnis zu den alten Bauwerken und der Geschichte, so dass auch die geistige Fitness gefördert wird.

Autofahren im Alter – Wann lässt man lieber die Hände vom Steuer?

Autofahren im Alter ist in Deutschland ein heiß diskutiertes Thema. Immer wieder findet man in den Medien entsprechende Berichte und Studien, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Immer wieder fordern bestimmte Gruppen eine regelmäßige Nachprüfung der Fahrtauglichkeit ab einem gewissen Anteil, manchmal sogar den kompletten Führerscheinentzug mit der Überschreitung eines Grenzalters. Doch handelt es sich bei diesen Vorwürfen nur um eine jugendliche Anmaßung oder ist tatsächlich etwas dran an der Behauptung, dass ältere Menschen schlechter Autofahren und an mehr Unfällen beteiligt sind als jüngere?

Zunächst ist es natürlich richtig, dass im Alter nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Leistungsfähigkeit abnimmt. Dies wirkt sich auch auf das Autofahren von Senioren aus, oft wird die Reaktionszeit maßgeblich größer. Sind Senioren also auch an mehr Unfällen beteiligt? Nein, sind sie nicht. Statistisch gesehen sind Menschen jenseits der 65 sogar wesentlich seltener an Unfällen beteiligt als besonders junge Fahrer. Prinzipiell schlechter scheinen diese also nicht zu fahren. Sind Senioren allerdings an Unfällen beteiligt, dann sind sie in einem Großteil der Fälle auch an diesem Schuld. Mit steigendem Alter steigt also auch die Wahrscheinlichkeit, dass Senioren Verursacher von Unfällen sind.

Ob Senioren tatsächlich eine signifikante Gefahr für den Straßenverkehr darstellen, kann bis heute noch nicht endgültig geklärt werden. Gerade in der Automobilnation Deutschland, in der fast ein Drittel der Neuwagenverkäufe auf Senioren zurückgeht und viele ältere Menschen auf ihr angewiesen sind ist dieses Thema sehr brisant.

Kontrovers wird das Ganze in dem folgenden Beitrag diskutiert:

Auch wenn es in Deutschland keinerlei Beschränkungen für Senioren gibt, was das Autofahren angeht, sollten ältere Menschen in folgenden Fällen besser die Finger vom Steuer lassen:

  • Geistige Verwirrung: Merkt man, dass die geistigen Fähigkeiten deutlich abnehmen und vielleicht schon die Vorstufe einer vorliegt, dann sollte man auf jeden Fall die Hände vom Steuer lassen.
  • Gesundheitschecks: Wer regelmäßig an Gesundheitschecks teilnimmt, kann in der Regel davon ausgehen, dass er auch fahrtauglich ist. Liegt der letzte Check allerdings schon längere Zeit zurück, dann sollte man besser nicht fahren.
  • Medikamente: Viele Medikamente können – gerade in der Kombination – die Fahrtüchtigkeit beeinflussen. Wer täglich mehrere Medikamente zu sich nimmt, sollte daher unbedingt mit seinem Hausarzt abklären, ob diese einen merklichen Einfluss auf die Reaktionszeit beim Autofahren nehmen können.

Unterzucker bei Diabetes

Der Unterzucker, oder auch Hypoglykämie genannt, kann bei einem Diabetiker lebensgefährlich werden. Sollte Unterzucker auftreten, muss schnell gehandelt werden. Wichtig ist, dass der Betroffene und auch die Familie oder Bekannte, mit denen der Diabetiker unterwegs ist, die Warnzeichen erkennen und entsprechend vorgehen.

Unterzucker-Was bedeutet das?

Die Unterzuckerung bei einem Diabetes Patient stellt die häufigste akute Komplikation dar. Sinkt der Blutzuckerspiegel unter 50 mg/dl bzw. 2,8 mmol/l, teilweise sogar bei Werten unterhalb 60 mg/dl bzw. 3,3 mmol/l, spricht man von Unterzucker.

Wer ist gefährdet?

Bei gesunden Menschen regelt der Körper automatisch durch Ausschütten von Hormonen, die den Blutzucker erhöhen, den Zuckerhaushalt. Patienten sind allerdings nicht gleichermaßen gefährdet, denn die Gefahr einer Unterzuckerung bei Diabetikern des Typ-2 ist eher gering, denn sie regeln den Blutzuckerspiegel durch regelmäßige Bewegung und durch eine gesunde Ernährung.

Besonders gefährdet sind Menschen, die Insulin spritzen oder Tabletten einnehmen, die die Insulinproduktion anregen. Das Risiko bei der Einnahme von Tabletten aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe mit den Wirkstoffen Glibenclamid und Glimepirid ist höher als bei den Tabletten mit den Wirkstoffen Nateglinid oder Repaglinid. Bei den letzteren wird die Insulinausschüttung rascher und weniger lang anhaltend stimuliert als bei den Sulfonylharnstoffen.

EINIGE URSACHEN FÜR EINE UNTERZUCKERUNG

Vergessen einer Mahlzeit

Unterzucker kann bei Patienten passieren, die sich ihr Insulin gespritzt haben oder die Tabletten eingenommen haben und danach nichts essen.

Zu hohe Einschätzung des Kohlenhydratgehaltes

Wird der Kohlenhydratgehalt der Mahlzeit überschätzt und die Dosis des kurzwirkenden Insulins zu hoch gewählt, kann Unterzucker passieren.

Sport

Besonders hohes Risiko für Unterzucker besteht beim Sport, wenn der Patient Insulin spritzt oder Tabletten aus der Gruppe der Sulfonylharnstoofen oder Glinide einnimmt. Die Dosis muss bei sportlicher Aktivität verringert werden. Da eine Hypoglykämie nicht nur während der sportlichen Aktivität, sondern auch noch bis zu 36 Stunden danach auftreten kann, ist hier besondere Vorsicht geboten.

Alkohol

Bei der Einnahme von Alkohol ist die Leber damit beschäftigt Alkohol abzubauen und kann nicht mehr genügend Zucker nachproduzieren und ins Blut ausschütten. Abendlicher Alkoholgenuss kann somit zu nächtlicher Unterzuckerung führen. Die Einnahme von kohlenhydrathaltigen Getränken wie Bier oder Likör hat zur Folge, dass der Blutzuckerspiegle ansteigt. Wird dieser nun runtergespritzt, kann es zu einer besonders schweren Unterzuckerung kommen.

Fehler bei der Einnahme von Tabletten oder Spitzfehler

Die Einnahme der Tabletten oder auch die Spritzdosis darf nur nach Anweisung eines Arztes erfolgen. Der Arzt stellt den Patienten mit dem Medikament ein, damit weder Unterzucker noch Überzucker passieren können. Wird Insulin gespritzt, muss zwingend darauf geachtet werden, dass ebenfalls die richtige Dosis und das richtige Insulin gespritzt wird. Wird Insulin in den Muskel gesprizt, muss man beachten, dass von dort das Insulin schneller ins Blut befördert wird.

SYMPTOME ERKENNEN

Oftmals werden die Symptome einer Unterzuckerung nicht rechtzeitig erkannt. Hier bieten diabetologische Schwerpunktpraxen oder auch Diabeteskliniken entsprechende Schulungen an, die die Unterzucker-Warnehmung verbessern an.

Typische Warnzeichen bei einer Unterzuckerung:

  • Schwitzen
  • Herzjagen
  • Blässe um Mund und Nase
  • weite Pupillen
  • Zittern

Symptome, die aufgrund des Energiemangels im Gehirn auf die Ausschüttung von Adrenalin zurückzuführen sind:

  • Heißhunger
  • Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen
  • pelziges Gefühl um die Lippen
  • Sprach- und Sehstörungen

Symptome bei einer fortgeschrittenen Unterzuckerung auftreten:

  • Verhaltensstörungen wie Aggressivität
  • Bewusstseinsstörungen
  • Koordinationsstörungen
  • Krampfanfälle

Eine nächtliche Unterzuckerung führt dazu, dass der Betroffene aufwacht.

GEFAHREN BEI UNTERZUCKER

Unterzucker bedeutet eine Gefahr für den Diabetiker als auch für sein Umfeld. Tritt Unterzucker häufiger auf, besonders schwere Unterzuckerungen, besteht die Gefahr, dass sich später eine Demenz entwickeln könnte. Bei älteren und/ oder herzkranken Menschen können im Rahmen der Gegenregulation durch Freisetzung von Adrenalin Blutdruck und Puls erhöht werden, was Komplikationen wie Herzrythmusstörungen oder sogar Herzinfarkt zur Folge hat.

FAUSTREGEL

Vermeidung von Blutzuckerwerten unter 60 mg/dl (3,3 mmol/l)

 

Schlaf als natürliche Erholung für den Körper

Der Mensch verschläft ungefähr ein Drittel seines ganzen Lebens. Bei dieser natürlichen Erholungsphase entspannen Körper und Geist und der Mensch sammelt neue Energien. Der Puls, die Atemfrequenz und auch der Blutdruck sinken deutlich ab und die Gehirnaktivität verändert sich. Obwohl die genaue Bedeutung des Schlafes noch nicht vollständig erforscht und aufgeklärt ist, ist bewiesen, dass Menschen und Tiere schlafen müssen, um zu überleben. Schlafstörungen können massive Auswirkungen auf die Gesundheit und Psyche haben.

Schlafdauer

Die Schlafdauer ist von Mensch zu Mensch sehr variierend, Neugeborene schlafen 16 Stunden am Tag, Erwachsene hingegen kommen mit sieben bis acht Stunden Schlaf am Tag aus. Erwachsene, die das 50. Lebensjahr überschritten haben, kommen sogar mit weniger als sechs Stunden Schlaf am Tag aus.

Schlafrhythmus

Wie die Schlafdauer ist auch der Schlafrhythmus sehr unterschiedlich. Aufgrund vieler durchgeführter Studien lassen sich zwei grobe Typen clustern:

1)      Der Morgentyp:

Der Morgentyp wacht frühzeitig auf und ist direkt leistungsfähig. Sein Leistungsmaximum erreicht er am Vormittag und seine Leistungsfähigkeit nimmt zum Abend hin ab. Der Morgentyp geht früh zu Bett.

2)      Der Abendtyp:

Der Abendtyp steht im Gegensatz zum Morgentyp und kommt morgens nur schwer aus dem Bett. Die Leistungsfähigkeit steigt bis zum Nachmittagsbereich an, sodass das Leistungsmaximum am Nachmittag erreicht wird. Der Abendtyp ist auch am Abend noch fit und geht relativ spät erst zu Bett.

Schlafphasen

Der Schlaf lässt sich in drei Schlafphasen unterteilen:

1)      Leichter Schlaf

Beim leichten Schlaf, kurz nach dem Einschlafen wird die Muskelspannung reduziert, der Körper entspannt sich und das bewusste Wahrnehmen der Umgebung schwindet.

2)      Tiefschlaf

Beim Übergang in den Tiefschlaf nimmt die Muskelentspannung weiter ab und der Schläfer kommt in eine Phase, bei der er schwer aufzuwecken ist. Wird der Schläfer in dieser Phase geweckt, wirkt er desorientiert und verschlafen. In dieser Phase des Schlafes treten auch Schlafwandeln oder Sprechen im Schlaf auf.

3)      Traumphase

Die Traumphase oder auch REM-Schlaf (engl. Rapid Eye Movement) beschreibt die erholsamste Phase des Schlafes. Der Schläfer verarbeitet in dieser Zeit die Erlebnisse des Tages und man kann Bewegungen des geschlossenen Auges beobachten, der Rest des Körpers ist stark relaxiert. Sehr häufig werden Blutdruck und Atmungsfrequenz erhöht und das Genital wird stärker durchblutet. Auch passiert eine deutlich vermehrte Ausschüttung von dem Hormon Adrenalin und die Magen- und Darmaktivität steigt an. Diese Phasen dauern ca. fünf bis zehn Minuten und wiederholen sich mehrfach in der Nacht.

Die häufigsten Ursachen für Schlafstörungen

  • Übermäßiges Schnarchen, auch mit vorübergehenden Atemstillständen
  • Ruhelose-Beine-Syndrom (RLS)
  • Häufiges Wasserlassen während der Nacht als Folge von Erkrankungen
  • Hitzewallungen bei Frauen in den Wechseljahren
  • Übergewicht
  • Schmerzen
  • Zähneknirschen
  • Seelische und soziale Konflikte, Depressionen, Angst, psychiatrische oder neurologische Erkrankungen
  • Stress
  • monotone Arbeiten
  • Burn-out
  • Zu viel Aktivität, aber auch Langeweile/ Unterforderung
  • Überqueren von Zeitzonen (Jetlag)
  • Nacht- und Schichtarbeit
  • Genussmittel wie Alkohol, Nikotin, Koffein
  • Medikamente
  • Falsche Matratze oder Kopfkissen

Es ist wissenschaftlich und medizinisch bewiesen, dass Schlafstörungen erhebliche gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Durch den Schlaf- und auch Erholungsentzug ist die Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt und es können sich auf mittel- oder auch langfristige Sicht Krankheiten entwickeln. Treten Schlafstörungen vermehrt auf, sollte auf jeden Fall der Hausarzt zu Rate gezogen werden, besonders wenn sich die Schlafstörungen bereits körperlich schädigend auswirken, wie zum Beispiel Entwicklung von Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen. Ebenfalls ist eine ratsam, wenn der Betroffene unter Sekundenschlaf, Potenzproblemen, Depressionen oder Aggressivität leidet. Kritisch wird es, wenn sich durch die Unterversorgung mit Sauerstoff die Herzfunktion verschlechtert und dieses zu Herzinfarkt oder führen kann.

Gesund essen im Alter

Auch wenn man keine Gewichtsprobleme hat, eine gesunde und ausgewogene wirkt sich immer positiv auf die Gesundheit aus. Gerade im Alter, wo der Stoffwechsel oft vielseitigen Veränderungen unterworfen ist, ist es wichtig zu essen. Typischen Alterskrankheiten wie Osteoporose oder Diabetes kann so vorgebeugt werden. Dabei gibt es einige Dinge, auf die man achten sollte:

  • Vielseitig essen: Besonders gut ist für den Körper eine möglichst abwechslungsreiche Kost. Das heißt täglich sowohl Getreideprodukte und Kartoffeln als auch Milchprodukte und Obst und Gemüse zu sich nehmen. 1 bis 2 Mal die Woche sollte zudem Fisch gegessen werden. Fleisch, Eier und fetthaltige Speisen sollten dagegen in Maßen genossen werden.
  • Zucker und Salz: Ebenso wie Eier und Fleisch sollte auch Zucker und Salz nicht allzu häufig zu sich genommen werden.
  • Flüssigkeit: Neben einer ausgewogenen ist es zudem wichtig täglich genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Angestrebt werden sollten etwa 2 Liter täglich. Vorsicht: Wer an chronischen Krankheiten leidet und Probleme mit der Niere oder dem Herz hat, sollte seinen Arzt fragen wie viel Flüssigkeit für ihn angemessen ist.

Auch im Alter geistig fit bleiben – so geht es

Lebenslanges Lernen ist wichtig. Nicht nur körperliche, auch geistige Fitness ist im Alter essentiell, denn nur so wird das Gehirn ausreichend trainiert und bildet neue Gedächtniszellen und Synapsen aus. Einer Demenz kann so mitunter vorgebeugt werden. Doch wie schafft man es sich im Alter geistig fit zu halten. Im Folgenden einige Tipps, wie man sich auch im Alter spielerisch und sinnvoll seine geistige Fitness bewahrt:

  • Sprachen lernen: Sie wollten schon immer mal in die USA fliegen und haben als Rentner jetzt endlich die Zeit diesen Traum zu verwirklichen? Warum nicht ein paar Monate vorher die Sprachkenntnisse aufbessern und ein paar Vokabeln lernen. Das Erlernen von Sprachen hält geistig fit und bietet zudem einen sinnvollen Mehrwert, immerhin kann man die neu erworbenen Kenntnisse im Urlaub ja auch gleich anwenden.
  • Gasthörer: Sie wollten schon immer mal an die Uni und sich hier weiterbilden? Warum nicht, man muss ja nicht gleich ein ganzes Studium beginnen, sondern kann sich als Gasthörer gezielt Seminare und Vorlesungen heraussuchen. Das Nachdenken über bestimmte Problemfelder regt die grauen Zellen tüchtig an.
  • Musik: Auch das Erlernen eines Musikinstrumentes hält geistig fit. Wer ohnehin musikalisch veranlagt ist und Freude an der Musik hat, sollte diese Möglichkeit auch wahrnehmen.
  • Rätselspiele: Auch ganz normale Rätselspiele wie etwa Sudoku tragen zur geistigen Fitness bei – und machen darüber hinaus auch noch Spaß.

Teil 7 der gängigsten Therapien bei Borderline: Die Gesprächspsychotherapie

Die Gesprächstherapie, wie sie heute bei der Behandlung des Borderline-Syndroms angewendet wird, wurde von Carl Ransom Roger begründet. Diese Art der baut weniger auf bestimmte Methoden auf sondern hat seinen Schwerpunkt auf der Beziehung Arzt und Patient. Die Gesprächspsychotherapie erfordert eine Offenheit und Akzeptanz in dieser besonderen Beziehung, was eine gewisse Übereinstimmung und Empathie mit sich bringt.

Die Gesprächspsychotherapie geht von einem Selbstkonzept eines jeden Patienten aus, bei dem der Patient eine bestimmte Vorstellung von sich und seinem Handeln hat. Er bestimmt für sich, wie er sein möchte und was er tun möchte. Dieses individuelle Selbstkonzept ist so gestrickt, dass es unter normalen Umständen ruhig und ausgeglichen ist, allerdings bei Situationen, die abweichend sind, ins Wanken gerät und hektisch wird. Diese inneren Konflikte lösen ein Gefühlt bei dem Patienten aus, bei denen er sich nicht mehr wie er selbst fühlt. Dieses verfremdete Gefühl gilt es zu ermitteln und den auf den Grund zu gehen. Widersprüche werden in einem offenen Gespräch aufgedeckt, wobei sich die nicht auf längst vergangene Ereignisse bezieht sondern hier stehen die aktuellen Geschehnisse im Vordergrund. Durch das Behandeln dieser Geschehnisse verändert sich das Verhalten des Patienten, er lernt Probleme und Widersprüche zu erkennen, um mit ihnen umgehen zu können. Die herrschende Akzeptanz in dieser besonderen Arzt-Patient-Beziehung erleichtert es dem Patienten sein inkongruentes Verhalten durchaus normal ist. Das Selbstwertgefühl wird durch die Gesprächspsychotherapie gefördert.

Die Therapie erfolgt überwiegend in Einzel-Therapie-Stunden.

Sport im Alter – ist das überhaupt noch möglich?

Für viele Senioren war Sport in ihrer Jugend oder im mittleren Alter etwas ganz Natürliches. Nur im Alter hat man oft Bedenken weiterhin Sport zu treiben, immerhin gehört man ja nicht mehr zu den jüngsten, hält sich körperlich für nicht mehr fit und hat Angst vor einer erhöhten Verletzungsgefahr. Diese Einstellung ist allerdings total unbegründet. Sport im Alter ist sogar förderlich für die und sollte – soweit möglich – auf jeden Fall ausgeübt werden. Das Risiko einen Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zu erleiden kann so erheblich gesenkt werden. Es gibt lediglich einige Punkte die beim Sport im Alter beachtet werden sollten:

  • Motivation: Damit einem bei Sportarten wie Joggen oder Schwimmen nicht gleich wieder die Motivation verloren geht, sollte man diese nach Möglichkeit nicht alleine ausüben. Es spricht übrigens auch nichts dagegen wieder einen Mannschaftssport auszuüben, den man vielleicht auch in seiner Jugend toll fand. Entsprechende Seniorenvereine sind immer häufiger anzutreffen.
  • Langsam beginnen: Auf keinen Fall sollte man den Fehler begehen und sich überschätzen. Wer wieder neu mit einer Sportart (vielleicht auch mit einem Teamsport) beginnt, ist definitiv nicht mehr auf dem Niveau, auf dem er in seiner Jugend war. Es gilt sich erst einmal wieder eine gewisse Grundausdauer anzutrainieren und sich nicht zu überschätzen. Ansonsten ist die Verletzungsgefahr sehr hoch.
  • : Bevor man im fortgeschrittenen Alter wieder mit Sport beginnt, sollte man dies unbedingt seinem Hausarzt mitteilen und sich von diesem gründlich durchchecken lassen.